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Christoph Ransmayr

Cox: Oder der Lauf der Zeit

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 22 €

Verlag: S. Fischer

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Rezension

Aus dem Nebel taucht ein britischer Dreimaster auf, Uhrmacher Cox & Co. sind am Ziel: Als Gäste von Qiánlóng, dem Kaiser von China, gehen sie an Land. Des Volkes Schaulust gilt anderem: der Hinrichtung von Wertpapierhändlern, die ihre Luftgeschäfte mit Steuergeldern decken wollten. Der österreichische Schriftsteller Christoph Ransmayr überantwortet üble Finanzhaie einem grausamen Herrscher. Einem Machtbesessenen, dem auch eine musisch-kindliche Seite eignet. Qiánlóng dichtet, sammelt fantastische Uhren - und trotzt so der keimenden Rebellion in seinem Reich. Cox und Qiánlóng sind historische Figuren. Ransmayr ändert ihre Vornamen und überhöht ihre Biografien, um von Macht, Hasard, existenzieller Prüfung oder Liebe zu erzählen - und von der Vergänglichkeit: "Wie schnell die Zeit vergeht", zitiert Qiánlóng das barocke tempus fugit, und lässt die Briten magische, luxuriöse Zeitmesser bauen, etwa für das subjektive Zeitempfinden eines Kindes/Verliebten/Sterbenden. Vor allem aber will er eines: das Perpetuum mobile - wie Cox insgeheim auch. Doch diese ultimative Ewigkeits-Uhr würde Qiánlóng, den selbst ernannten "Herrn der Zeit", überdauern, ihn zum gewöhnlich Sterblichen machen - und für Cox & Co. das Todesurteil bedeuten. Welch teuflisches Spiel!

(wal)

Kurzbeschreibung

Ein farbenprächtiger Roman über einen maßlosen Kaiser von China und einen englischen Uhrmacher, über die Vergänglichkeit und das Geheimnis, dass nur das Erzählen über die Zeit triumphieren kann. Der mächtigste Mann der Welt, Qiánlóng, Kaiser von China, lädt den englischen Automatenbauer und Uhrmacher Alister Cox an seinen Hof. Der Meister aus London soll in der Verbotenen Stadt Uhren bauen, an denen die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Zeiten des Glücks, der Kindheit, der Liebe, auch von Krankheit und Sterben abzulesen sind. Schließlich verlangt Qiánlóng, der gemäß einem seiner zahllosen Titel auch alleiniger Herr über die Zeit ist, eine Uhr zur Messung der Ewigkeit. Cox weiß, dass er diesen ungeheuerlichen Auftrag nicht erfüllen kann, aber verweigert er sich dem Willen des Gottkaisers, droht ihm der Tod. Also macht er sich an die Arbeit.


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