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Patrick McGinley

Bogmail

THRILLER UND KRIMIS

Informationen: , 24 €

Verlag: Steidl

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Redaktion

Leser

Rezension

"Roman mit Mörder" lautet die Genre-Zuweisung auf dem Cover von Patrick McGinleys "Bogmail". Tatsächlich beschreibt sie das Buch sehr gut: Pub-Besitzer Tim Roarty aus Glenkeel in der Republik Irland Ende der 1970er-Jahre ist zu dem Schluss gekommen, dass Barmann Eales "vernichtet" werden muss, da es der Bierzapfer mit Roartys Tochter einfach zu weit getrieben hat. Also versucht er, ihn erst mit einem Giftpilzomelett zu vergiften und erschlägt ihn schließlich mit Band 25 der Encyclopædia Britannica. Aber kaum ist Roarty die Leiche losgeworden, erhält er Erpresserbriefe vom "Bogmailer", der weiß, was Roarty getan hat. Fortan ist Roarty überzeugt, dass einer seiner Stammgäste dahinterstecken muss - und plant einen zweiten Mord. Patrick McGinleys Krimidebüt wurde erstmals 1978 veröffentlicht und ist ein Klassiker der irischen Kriminalliteratur. Dabei verblüffen in Anbetracht des Ersterscheinungsjahrs die Offenheit der Kritik an der katholischen Kirche und das progressive Verhalten mancher Frauen in diesem wunderbar schwarzhumorigen Roman. Er besticht durch seine kantigen, originellen Charaktere, bös-lustige irische Eigenheiten, unnachahmliche Thekengespräche sowie ärztliche Ratschläge, nicht mehr als eine Flasche Whiskey am Tag zu trinken.

(sh)

Kurzbeschreibung

»Eales muss vernichtet werden«, findet Pubbesitzer Tim Roarty, und zwar bevor der Barmann seine lüsternen Spielchen mit Roartys Tochter zu weit treibt. Das Giftpilzomelett versagt, also muss Band 25 der Encyclopædia Britannica als Mordwaffe herhalten. Die Leiche wird im Moor vergraben, Eamon Eales scheint Geschichte. Dann allerdings tauchen aus dem Moor Briefe auf, unterzeichnet mit »Bogmailer«, und Roarty beginnt sich zu fragen, welcher seiner exzentrischen und leidenschaftlich intriganten Stammgäste ihn zu erpressen versucht. Kenneth Potter vielleicht, der Engländer, mit dem ihn fast eine Freundschaft verbindet? Als der Bogmailer seine Forderungen mit einzelnen Körperteilen des Mordopfers unterstreicht und der ebenso unterbeschäftigte wie überambitionierte Dorfpolizist McGing sich nicht abschütteln lässt, scheint ein zweiter Mord unausweichlich. Patrick McGinley hat einen genauen Blick für die Abgründe des idyllischen Örtchens Glenkeel ganz im Westen Irlands und seiner so sympathischen wie durchtriebenen Bewohner. Bogmail ist psychologischer Spannungsroman und dörfliche Komödie in einem, mit herrlich ausufernden Thekengesprächen, bei denen das Wesen der weiblichen Sexualität so erörternswert ist wie der gemeine Regenwurm.


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