Die Auserwählten - Im Labyrinth
JUGEND UND KINDER
Gelesen von David Nathan
Informationen: gekürzte Lesung, 473 Minuten, 6 CDs, 24.95 €
Verlag: Silberfisch
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Rezension
Thomas wacht mitten in einer Lichtung auf. Nichts in seiner Umgebung kommt ihm bekannt vor, die Zeit vor dem Erwachen ist wie ausgelöscht. Was ist mit ihm passiert? Der Ort, an dem er sich befindet, scheint die Hölle zu sein. Eine Gruppe von Jungen kämpft hier Tag für Tag ums nackte Überleben. Mörderische Kreaturen und ein sich selbst veränderndes Labyrinth verhindern, dass sie den Weg zurück in ihr altes Leben finden - falls es so etwas überhaupt gibt. Doch Thomas' Ankommen im Labyrinth soll alles verändern.
Autor James Dashner arbeitet bei diesem Hörbuch fast sechs Stunden auf das große Finale hin. Sechs Stunden, die an so mancher Stelle lang werden können, weil einfach nicht verraten wird, was es mit dem Labyrinth auf sich hat und weil es streckenweise doch recht brutal zugeht.
Kurzweilig werden diese Stunden durch Sprecher David Nathan. Er ist die perfekte Besetzung für solch einen "Jungen-Roman". Auch wenn er kein Stimmenmorpher wie Stefan Kaminski ist, gelingt es ihm für jeden der Jungen eine eigene Tonlage und Sprechart zu finden - fast unglaublich, dass die jeweilige Stimme von ein und derselben Person stammt. Nathan hält die (An-)Spannung über die gesamte Handlung, macht sie authentisch und sorgt für ein Hoffen auf einen zweiten Teil.
(hank)Kurzbeschreibung
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Re: Die Auserwählten - Im Labyrinth
Ein absolut spannendes Buch, das mit viel Fantasie und guten Idee gefüllt ist. Allerdings ist es wirklich ein Roman, der vorallem männliche Jugendliche anspricht und manchmal zu brutal ist.
Das Ende finde ich nicht zu abrupt, zumal bekannt ist, dass es sich um den ersten Teil einer Triologie handelt. Ich kann mir vorstellen, dass noch viel Interessantes passieren wird und Thomas weiterhin eine große Rolle spielt, aber nach dem ich zuende gelesen hatte, war ich nicht mehr so neugierig auf die anderen Teile. Ich werde sie wahrscheinlich nicht lesen.
David Nathan war einer der Gründe, weshalb ich mir das Hörbuch gekauft habe.
Re: Die Auserwählten - Im Labyrinth
Haben Banker oder Versicherungsmakler eigentlich Fantasie? Diese Frage stellte sich mir als ich las, dass der Autor dieses Jugendbuches doch tatsächlich einmal in der Finanzbranche tätig war. Nach dem Hören seines Werkes „Die Auserwählten – Im Labyrinth“ kann ich jedoch guten Gewissens behaupten, dass Zahlenverwalter durchaus über Fantasie verfügen. Jedenfalls ist das bei James Dashner der Fall. Was Dashner in seinem Roman für eine fremdartige und bedrohliche Welt erschafft, zeugt jedenfalls von großer von Fantasie, auch wenn er zeitweise ein wenig an den Spielfilm „The Cube“ erinnert.
Der junge Thomas versteht die Welt nicht mehr. Er weiß nicht, wo er ist, woher er kommt und kann sich weder an seine Eltern erinnern noch an sein Leben davor. Er erwacht auf einer grünen Lichtung. Seine Erinnerungen sind weg. Er weiß nichts, nur seinen Namen. Bald merkt er, dass er nicht der einzige Junge hier ist. Viele Jungs, alle im Teenageralter, haben denselben Albtraum durchlebt. Auch sie wissen nicht woher sie kommen. Sie wissen nur, dass es von der Lichtung und dem sich darum befindlichen Labyrinth kein entrinnen gibt. Doch Thomas ist stark und stur. Er will hier weg, genau wie die anderen. Und so setzt er alles daran, dem teuflischen Labyrinth und seinen tödlichen Bewohnern den zu entfliehen.
Von Beginn an hat mich dieser Science-Fiction-Jugendroman gepackt. Als Hörer weiß man genauso viel oder wenig wie die Hauptfigur selbst. Genau dieser Zustand macht „Im Labyrinth“ durchweg spannend. Genau wie Thomas hat man tausende Fragen im Kopf. Was ist das für ein Labyrinth? Wer hat es gebaut? Wieso sind all diese Jugendlichen hier? Gibt es gar keine Erwachsenen? Was hat die Gefangenschaft für einen Zweck? Hat sie überhaupt einen Grund? Diese ganzen Fragen gilt es zu beantworten. Und um es vorwegzunehmen: Der Hörer bekommt am Ende der Geschichte – genauso wie auch Thomas und seine Freunde - nicht auf jede Frage eine Antwort. Denn bei „Im Labyrinth“ handelt es sich um den ersten Teil einer Buchreihe. In den USA ist bereits der zweite Teil erschienen, wir dagegen müssen uns wohl bis zur Fortsetzung (auch als Hörbuch) noch ein wenig gedulden.
Gelesen wir die vorliegende gekürzte Version von David Nathan. Als einer der beliebtesten Sprecher für Lesungen habe ich mich richtig gefreut, seine Stimme zu hören. Er liest gewohnt souverän und weiß die Geschichte mit Hilfe seiner Stimme voranzutreiben. So liest er die in einfacher Sprache geschriebenen Text, dessen Inhalt für einen Jugendroman teilweise recht brutal daherkommt.
Auch wenn viele Fragen offen blieben, habe ich Blut geleckt und warte gespannt auf die Fortsetzung von „Die Auserwählten“. Womit bewiesen wäre, dass auch Banker gute Autoren sein können.
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