Aléa Torik: Das Geräusch des Werdens
| Datum: | 10.02.12 - 10.02.12 |
| Internet: | http://www.aleatorik.eu |
| Kategorie: | Lesung |
| Ort: | Galerie Schmalfuss Knesebeckstraße 96 10623 Berlin |
„... Es wird sicher kein Mensch kommen, um sich die Fotografien anzuschauen, die hier an den Wänden hingen. Vielleicht hingen die dort gar nicht. Wozu Fotos aufhängen, wenn keiner kommt, um sie sich anzuschauen? Da es die Fotos eines Blinden waren, konnte man auf ihnen sicher nur das sehen, was Blinde sehen, nichts nämlich. Um sich das anzuschauen, musste man aber nicht herkommen. Möglicherweise würden sie auch im Laufe des Abends von den Wänden fallen, eins nach dem anderen, achtundzwanzig splitternde Geräusche. Später würden er, Leonie und der Galerist zwischen den Scherben sitzen und sich wundern, dass niemand gekommen war. Die beiden würden sich wundern, er hatte es ja vorher gewusst. Marijan fühlte sich elend und krank. Er wollte ins Bett gehen. Er wollte mit Leonie ins Bett gehen. Diesen Vorschlag hatte er bereits gemacht, als sie ihn abholte...“
Einen Roman, der so anfängt – den muss man in einer Galerie vorstellen. Wir laden deshalb ein, vier Künstler und ein literarisches Debut kennenzulernen!
Aléa Torik, 1983 in Siebenbürgen, Rumänien geboren. Studium der Literaturwissenschaften. Arbeitet an einer Promotion über Fiktionalität. „Das Geräusch des Werdens“ ist ihr erster Roman – eine Liebes- und Familiengeschichte über drei Generationen, zwischen Rumänien und Berlin.







