Frisch gepresst: Thomas Druyen liest aus "Krieg der Scheinheiligkeit"
| Datum: | 21.05.13 - 21.05.13 |
| Internet: | http://www.literaturbuero-nrw.de/news/37/83/Frisch-gepresst-Thomas-Druyen-liest-... |
| Kategorie: | Lesung |
| Ort: | Zentralbibliothek Bertha-von-Suttner-Platz 1 40227 Düsseldorf |
"Wir brauchen ohne Zweifel, vor allem im deutschsprachigen Raum, ein neue Kultur der Großzügigkeit, eine Kultur des Gebens, eine Vermögenskultur."
Prof. Dr. Thomas Druyen ist Soziologe und der Begründer der Vermögenskulturforschung. Er studierte an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster die Fächer Jura, Soziologie, Publizistik und Philologie sowie Anthropologie an der Universität Colombo. Seit 2007 ist er ordentlicher Professor an der Sigmund Freud PrivatUniversität in Wien und seit 2009 Vorstand des Instituts für Vergleichende Vermögenskultur und Vermögenspsychologie. Mit seinem 2003 erschienenem Buch "Olymp des Lebens – das neue Bild des Alters" und dem Buch "Goldkinder", erschienen 2007, erreichte er nationalen und internationalen Bekanntheitsgrad.
In "Krieg der Scheinheiligkeit. Plädoyer für einen gesunden Menschenverstand" beschreibt Druyen, wie die Krisendramen in der Welt unser aller Phantasie übersteigen. Nicht nur die Achterbahnfahrten an den Finanzmärkten verwandeln uns in ohnmächtige Zuschauer, auch die Politik verkauft Geheimniskrämerei als Transparenz. Die Konkurrenz um die Lorbeerkränze in der Informationstechnologie und die Sicherung von Rohstoffen ist zu einer brandgefährlichen Konfliktzone jenseits demokratischer Kontrolle geworden. Gegen diese Abwertung des Selbstverständlichen und den Triumphzug der Scheinheiligkeit bäumt sich Thomas Druyens Buch auf. Im Widerspruch zu den gängigen ökonomischen Erklärungsritualen sieht der Autor die Wurzel des Übels im zunehmenden Verfall eines gesunden Menschenverstandes. Vom Publikum wird beinahe jede Woche verlangt, etwas anderes für wahr zu halten – gemäß dem Motto: Der Schein heiligt die Mittel. Druyens Plädoyer will etwas Neues: die Konkrethik.
Moderation: Michael Serrer





