Die Leidenschaften. Ein Drama in fünf Akten
| Datum: | 24.02.12 - 24.02.12 |
| Internet: | http://dhmd.de/index.php?id=1949 |
| Kategorie: | Sonstiges |
| Ort: | Deutsches Hygienemuseum Lingnerplatz 1 01069 Dresden |
Die neue Sonderausstellung kreist um die unberechenbarsten menschlichen Emotionen, um die höchsten und zugleich banalsten, die gefährlichsten und vitalsten, auf jeden Fall aber um die spannendsten Gefühle unseres Daseins. Denn nicht nur unser Alltagsleben ist von den unterschiedlichsten Leidenschaften geprägt, sondern vor allem auch die Welt der Politik und der Kunst, des Sports oder der Wirtschaft. Auch die Wissenschaften interessieren sich heute zunehmend für die Entstehung und Funktionen der menschlichen Gefühlswelten als Ergänzung und Korrektiv zu unseren rationalen kognitiven Fähigkeiten. Dabei sind die Leidenschaften schon immer als äußerst widersprüchliche Gefühlslagen wahrgenommen worden, die uns zu den erstaunlichsten Leistungen anstacheln und gleichzeitig zu den übelsten Niederträchtigkeiten verführen können.
Mit ihrer assoziations- und spannungsreichen Gegenüberstellung von ebenso kostbaren wie profanen Exponaten dramatisiert die Ausstellung die Kulturgeschichte der Leidenschaften von der Antike bis in unsere Gegenwart. Aus der Vielzahl der in der Kultur- und Geistesgeschichte beschriebenen Affekte hat die australische Kuratorin Catherine Nichols elf Leidenschaften in den Mittelpunkt der Ausstellung gerückt: Es sind dies Liebe, Begierde, Freude, Staunen auf der Seite der „positiven“ Leidenschaften sowie Hass, Zorn, Angst, Scham, Trauer, Neid und Ekel auf Seiten der „negativen“.
Wie kann man nun aber eine Ausstellung über die Leidenschaften inszenieren? Natürlich nur als große Oper, als Theater der menschlichen Sehnsüchte und Abgründe. Und genau so ist sie konzipiert – als ein Drama in fünf Akten! In Zusammenarbeit mit der französisch-iranischen Opernregisseurin Mariame Clément und der Berliner Bühnenbildnerin Julia Hansen ist eine epochen- und disziplinübergreifende Ausstellung entstanden, deren Machart ein absolutes Novum darstellt: Die Besucherinnen und Besucher werden in einem begehbaren und sich von Akt zu Akt verwandelnden Bühnenbild ein Drama erleben, in dem die Leidenschaften als Hauptfiguren auftreten.





