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Hirngespinste

Markus Orths

Hirngespinste

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Gelesen von Torben Kessler

Informationen: ungekürzte Lesung, 206 Minuten, 3 CDs, 19.95 €

Verlag: Audiobuch

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Rezension

Markus Kranic steht am Anfang einer vielversprechenden Schriftstellerkarriere. Nur muss er dem erfolgreichen Erstling auch noch einen guten zweiten Roman folgen lassen. Und hier beginnen die Probleme in einer turbulenten Geschichte, die den Helden in Kollision mit den Zwängen des Literaturbetriebs bringen. Wie schon bei den Orths-Romanen zuvor ist Torben Kessler der Sprecher, aus gutem Grund, denn Kessler ist ein Interpret von jener Klasse, die einen nicht in die Geschichte hinein ziehen, sondern aus ihr hinaus treten, so plastisch wird der Ich-Erzähler, so gekonnt gestaltet er ihn im Pendeln zwischen sprudelndem Eifer und selbstzweifelnder Verzagtheit. Weil Kranich außer dem ersten Satz des neuen Großromans („Geboren wurde er auch“) partout nichts einfallen will, begibt er sich in die Hände eines Hirnforschers, um seine Schreibblockade neurowissenschaftlich zu lösen. Gleichzeitig stürzen ihn seine schwangere Schwester und die alimentierende Tante in ganz andere Nöte. Darüber geht zwar der erzählerische Zusammenhang etwas verloren, auch in puncto Stringenz fällt „Hirngespinste“ stark gegenüber der Klasse des Vorgänger-Romans „Das Zimmermädchen“ ab. Aber dafür versöhnt er mit Sprachwitz und hübsch versponnenen Dialogen, die Torben Kessler mit so viel Schwung und Stimmwitz garniert, dass man der grotesk verfahrenen Geschichte auch noch zwei weitere Stunden hätte lauschen können. 

(mms)

Kurzbeschreibung

Jungautor und Ex-Lehrer Martin Kranich lebt mit seiner schwangeren Schwester Tamara bei Erbtante Erna in Heidelberg. Das Familienidyll wird ihm nach und nach unerträglich. Kranich muß da raus, doch dafür braucht er Geld. Ein Bestseller muß her, und er hat auch schon eine Idee: ein zehnteiliges Epos mit 999 Seiten pro Band. Wenn er nur den ersten Satz schon hätte - wenigstens das erste Wort … Vielleicht kann die Wissenschaft in Gestalt von Neurologe Dr. Pfeiffer helfen. „Transkranielle Magnetstimulation“ heißt das Zauberwort. Martin Kranich wagt das Experiment.


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