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Masse Mensch

Ernst Toller

Masse Mensch

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Gelesen von Jana Schulz, Christian Brückner

Informationen: Hörspiel, 51 Minuten, 1 CDs, 12 €

Verlag: DAV

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Rezension

Als der Dramatiker Ernst Toller im Jahr 1919 das Theaterstück „Masse Mensch“ schrieb, begab er sich damit in das Zentrum des politischen Zeitgeschehens. Zuvor war er selbst als militärischer Befehlshaber an der kommunistischen Revolutionsbewegung beteiligt gewesen und entging nur deshalb dem Todesurteil, weil ihm vor Gericht die „absolute Lauterkeit“ eines radikalen Gesinnungsethikers attestiert wurde. So stellt Toller in dem Stück, das er während seiner Festungshaft schrieb, Gewalt und Humanitas als unversöhnliche Gegensätze dar. In expressionistischer Manier erzählt es von einer jungen Frau (Jana Schulz), die, obwohl sie aus wohlhabendem Hause stammt, die geknechtete Arbeiterschaft zum Generalstreik aufruft. Ihrem Gegenpol, dem Namenlosen (Rüdiger Klink), reicht das nicht. Er will das Gemetzel. Doch kann eine Revolution gerecht sein, die über Leichen geht? Die Produktion des NDR greift den expressionistischen Impetus der Vorlage auf und komponiert treibende Beats und Sprache zu einer dynamischen Einheit. Das Geschehen an der Handelsbörse inszeniert sie zum Beispiel als eine Art martialisches Kaspertheater, wie es sich auch Rammstein ausgedacht haben könnte.

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