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Das Händel-Hörbuch

Das Händel-Hörbuch

SACHHÖRBÜCHER

Gelesen von Dietmar Mues

Informationen: Feature, 80 Minuten, 1 CDs, 24 €

Verlag: Silberfuchs

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Rezension

So unterhaltsam kann die Schilderung eines Musikerlebens sein: „Das Händel-Hörbuch“ ist nicht nur, wie das Cover verspricht „eine klingende Biografie“, es ist eine gelungene klingende Biografie. Das verdankt sie vor allem Dietmar Mues, der hier den idealen Erzähler abgibt. Mit tiefem Timbre, ironischem Unterton und doch nie den nötigen Ernst vermissen lassend, ohne aber behäbig-belehrend daherzukommen, berichtet er von Händels Lebensweg. Händel war ein Star zu seiner Zeit und entspricht so gar nicht dem romantischen Bild vom armen Künstler. Händel war ehrgeizig, reich, geschäftstüchtig – und zugleich ein großartiger Komponist.

Mues vermittelt den Eindruck, als hätte es ihm Vergnügen bereitet, diesen von Corinna Hesse fürs Hören geschriebenen Text einzulesen. Der Text ist locker geschrieben, er huldigt keinem Künstlerkult, sondern wahrt bei aller Bewunderung doch immer ironische Distanz zum „großen“ Händel. An Beispielen aus seinen Werken deutlich werden die Schaffensperioden des 1685 in Halle geborenen Tonsetzers, der es als Deutscher in England zum Nationalkomponisten seiner Zeit brachte. Diese Zeit wird sehr anschaulich mit Abbildungen und Zitaten im Booklet illustriert, in dem sich zudem die wichtigsten Daten aus Händels Leben finden. So macht Wissensvermittlung Spaß.

(jr)

Kurzbeschreibung

Georg Friedrich Händel ist seiner Zeit weit voraus. Als die meisten seiner Komponistenkollegen noch in fürstlichen oder kirchlichen Diensten stehen, betreibt er ein Opernhaus als Aktiengesellschaft in London. Während die standardisierte italienische Barockoper seiner Zeit vor allem als virtuoser Wettstreit hoch bezahlter Kastraten und Primadonnen gilt, will er seine Zuhörer mit tiefgründigen Seelenbildern und dem Zauber seiner unergründlich berührenden Melodien im Innersten ergreifen. Die Musikwissenschaftlerin und Kulturjournalistin Corinna Hesse beschreibt Händels Musik vor dem Hintergrund einer Gesellschaft im Wandel. Der Schauspieler Dietmar Mues erzählt, wie Händel, geprägt vom aufgeklärten und toleranten geistigen Klima seiner Heimatstadt Halle, in der reichen Handelsstadt Hamburg rasch zum "Shootingstar" der Oper aufsteigt. In Rom hofieren katholische Kardinäle den protestantischen Künstler. Und in London findet der Kosmopolit zu sich selbst: In der Hauptstadt der aufstrebenden Weltmacht Großbritannien experimentiert er mit neuen Formen der italienischen Oper und "erfindet" das englische Oratorium. Und so wird ein Deutscher der führende englische Nationalkomponist. Eisern kämpft Händel zeitlebens darum, hohe Kunst und wirtschaftlichen Erfolg zu vereinen - und die Angriffe der Neider seines Musik-Monopols abzuwehren. Er stirbt 1759 als reicher Mann - dessen Herzenswunsch bleibt: "Ich wäre betrübt, wenn ich die Zuhörer nur unterhalten hätte; ich wollte sie zu besseren Menschen machen." Für seinen Landsmann Ludwig van Beethoven war er der "unerreichbare Meister aller Meister". In Kooperation mit den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen zum 250. Todestag des Komponisten.


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