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Paul Karasik, David Mazzucchelli

Stadt aus Glas

BILDER UND WELTEN

Informationen: , 14 €

Verlag: Reprodukt

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Redaktion

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Rezension

Paul Karasik und David Mazzucchelli haben "Stadt aus Glas", den ersten Band von Paul Austers New-York-Trilogie, 1994 in den Comic übersetzt. Protagonist ist der vereinsamte Autor Daniel Quinn, der unter dem Pseudonym William Wilson pro Jahr einen Roman um den Privatdetektiv Max Work schreibt. Eine zusätzliche Identität erhält er, als ein Unbekannter am Telefon darauf beharrt, Quinn sei der Privatdetektiv Paul Auster. Quinn nimmt den Auftrag an. Sein Klient ist eine Art moderner Kaspar Hauser, dessen Vater, ein angesehener Theologe, ihn neun Jahre lang ohne Licht, Sprache oder Zuwendung in einem Zimmer gefangen gehalten hat - im Versuch, die Sprache Gottes zu rekonstruieren. Der Vater kommt in Kürze aus der Psychiatrie frei. Quinn soll ihn beschatten. Er folgt dem Alten durch New York und beginnt schließlich, mit ihm zu sprechen. Als der alte Mann von einem Tag auf den anderen verschwindet, verliert auch Quinn sich in der Stadt. David Mazzucchelli setzt dieses groß angelegte Rätsel um Sprache und Identität im Stil eines Film Noir mit surrealen Elementen. Er findet starke Bilder, sowohl in der Stadtarchitektur als auch in der Psyche seiner Figuren, und führt Paul Austers semiotisches Spiel virtuos fort. "Stadt aus Glas" war einer der ersten Comics, die das Feuilleton bereitwillig als Kunst anerkannte. Heute ist diese komplexe Graphic Novel ein Klassiker.

Kurzbeschreibung

Der Krimiautor Daniel Quinn hat sich nach dem Tod seiner Frau und seines Sohnes zunehmend isoliert. Eines Nachts erhält er einen Anruf und wird von einem Fremden zu Hilfe gerufen. Um einen Mord zu verhindern schlüpft er in die Rolle eines Privatdetektivs und gerät so in den Sog einer unglaublichen Geschichte. Bei der Jagd durch New York verwirrt sich der Kriminalfall zu einem Spiel der Identitäten. Szenarist Paul Karasik und Zeichner David Mazzucchelli haben mit der Umsetzung der literarischen Vorlage von Paul Auster einen wegweisenden Comic geschaffen, der nun bei Reprodukt in einer komplett überarbeiteten Fassung erscheint. Paul Auster selbst ist der Meinung, dass der Comic dem Roman näher kommt als eine Verfilmung, “weil er etwas verdichtet und ausstrahlt, das nur in der Zeichnung erreicht werden kann”. Die Erstausgabe von “Stadt aus Glas”, die Ende der Neunzigerjahre bei Rowohlt erschienen ist, wurde auf dem Comic-Salon Erlangen 1998 mit dem Max und Moritz-Preis ausgezeichnet.


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