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John Williams

Butcher's Crossing

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 21.9 €

Verlag: dtv - Deutscher Taschenbuch Verlag

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Redaktion

Leser

Rezension

Am Anfang kehrt ein junger Mann der Universität Harvard den Rücken. Am Ende hinterlässt er seiner schlafenden Geliebten ein Bündel Geldscheine und reitet durch die qualmenden Ruinen des Ortes, wo er sein Glück gesucht hatte, ins offene Land davon. Aus dem Traum von der unerschöpflichen Natur ist ein Schlachtfest geworden. Hatte John Williams in "Stoner" den Weg eines Farmerssohns zum Akademiker beschrieben, so geht der Held des im Original schon 1960 erschienenen "Butcher's Crossing" den umgekehrten Weg. Unter dem Einfluss der Naturphilosophie eines Ralph Waldo Emerson verlässt der Student Will Andrews um 1870 herum Universität und Bostoner Elternhaus und zieht westwärts. In Kansas, nah dem Städtchen Butcher's Crossing, scheint der Reichtum Amerikas noch mit Händen greifbar. In einem versteckten Tal soll eine riesige Büffelherde leben. Man muss nur zupacken, doch am Ende geht dieser amerikanische Traum buchstäblich in Rauch auf. Dass bei Andrews Ankunft ein Schild für "JOE LONG, BARBAR" wirbt, also nicht für einen Barbier, sondern einen Barbaren, ist ein dezenter Hinweis, worauf dessen Suche nach dem wahren Amerika hinausläuft. Mit "Butcher's Crossing" hat John Williams ein Stück jenes Terrains, auf dem lange der Western regierte, für die große Literatur gewonnen.

(ub)

Kurzbeschreibung

Es war um 1870, als Will Andrews der Aussicht auf eine glänzende Karriere und Harvard den Rücken kehrt. Beflügelt von der Naturauffassung Ralph W. Emersons, sucht er im Westen nach einer »ursprünglichen Beziehung zur Natur«. In Butcher's Crossing, einem kleinen Städtchen in Kansas, am Rande von Nirgendwo, wimmelt es von rastlosen Männern, die das Abenteuer suchen und schnell verdientes Geld ebenso schnell wieder vergeuden. Einer von ihnen lockt Andrews mit Geschichten von riesigen Büffelherden, die, versteckt in einem entlegenen Tal tief in den Colorado Rockies, nur eingefangen werden müssten: Andrews schließt sich einer Expedition an, mit dem Ziel, die Tiere aufzuspüren. Die Reise ist aufreibend und strapaziös, aber am Ende erreichen die Männer einen Ort von paradiesischer Schönheit. Doch statt von Ehrfurcht werden sie von Gier ergriffen - und entfesseln eine Tragödie. Ein Roman darüber, wie man im Leben verliert und was man dabei gewinnt.
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