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Amy Waldman

Der amerikanische Architekt

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 24.95 €

Verlag: Schöffling & Co.

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Redaktion

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Rezension

Es geht um nichts Geringeres als die Gedenkstätte auf dem Ground Zero. Die Jury wählt nach leidenschaftlichen Diskussionen aus den anonymisierten Einsendungen den "Garten". Der Name des Architekten lautet Khan. Dieser Name wird sofort zum Politikum, die Gedenkstätte zum medialen Schlachtfeld. Amy Waldman gelingt es ihn ihrem Debüt, die Beweg- und Abgründe ihrer Protagonisten in abwechselnden Nahaufnahmen vor diesem hochpolitischen Hintergrund ebenso einfühlsam wie scharfsinnig zu einer fesselnden Geschichte zusammenzuführen, die ebenso viele Perspektiven aufzeigt, wie Fragen offen lässt. Der junge Architekt Mohammed Khan und Claire Burwell, die die Interessen der Hinterbliebenen vertritt, sind die beiden Hauptpole. Doch auch eine Boulevard-Journalistin, der Jury-Vorsitzende, die Frau eines illegalen Einwanderers, der Bruder eines bei den Anschlägen verstorbenen Feuerwehrmanns und eine muslimfeindliche Frauenrechtsaktivistin treiben den Plot voran. Sie alle repräsentieren die amerikanische Gesellschaft, in der ein Kulturkampf tobt, in dem es um weit mehr geht als einen Garten zum Gedenken der Opfer.

(ts)

Kurzbeschreibung

Eine Jury hat sich in Manhattan versammelt, um den besten Entwurf einer Gedenkstätte für die Opfer des Terroranschlags vom 11. September auszuwählen. Nach langwierigen Beratungen und einem zähen Ringen um das richtige Konzept öffnen die Juroren den Briefumschlag, der den Namen des bislang anonymen Gewinners enthält – und sind schockiert. Der Architekt ist ein Muslim. Innerhalb der Jury setzt sich Claire Burwell am leidenschaftlichsten für den umstrittenen Gewinner ein. Als Betroffene, die ihren Mann bei dem Attentat verlor, hat ihre Stimme besonderes Gewicht. Doch als die Entscheidung an die Öffentlichkeit gelangt, gerät Claire ins Visier entrüsteter Familienangehöriger und wird zur Zielscheibe sensationshungriger Journalisten, radikaler Aktivisten und ehrgeiziger Politiker. Nicht zuletzt bringt der so komplizierte wie begabte Architekt sie an ihre Grenzen. Amy Waldman zeichnet in ihrem furiosen Debüt das Porträt einer zerrissenen Stadt, die bei dem Versuch, mit ihrer Verletzung umzugehen, die Chance auf ein erneuertes demokratisches Selbstverständnis verspielt. Rezensionen »Amy Waldman punktet in diesem Debüt mit viel Sprachsicherheit, politischer Versiertheit, einer genauen und ansprechenden Figurenführung, auch mit ihrem akuten Sinn für komische und absurde Situationen. Sie hat einen verdammt guten 9/11-Roman geschrieben.« Tanya Lieske, Die Welt »500 aberwitzig spannende Seiten über die Welt, in der genau wir leben, ohne einen Funken Toleranz.« Elke Heidenreich, Stern »Die gesellschaftlichen und medialen Reflexe nach der spektakulären Enthüllung des „Skandals“ beschreibt Waldman bestechend glaubwürdig – ohne dabei je zynisch zu werden. Stattdessen pflegt sie die Kultur der liebevollen Figurenzeichnung: ob es sich nun um Lokalpolitiker, Chefredakteure oder trauernde Witwen handelt.« Britta Heidemann, Westdeutsche Allgemeine »Scharfzüngig erzählt Amy Waldman vom schlingernden Selbstfindungsprozess eines zersplitterten Landes.« Anja Hirsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung »Amy Waldman hat ein atemberaubendes Buch um diesen Plot herum geschrieben, der haargenau so hätte stattgefunden haben können. (...) DER AMERIKANISCHE ARCHITEKT ist ein faszinierender Ausschnitt aus dem komplexen Inneren einer zutiefst und mehrfach gespaltenen Gesellschaft.« Renée Zucker, rbb inforadio »Der straff gespannte Spannungsbogen (Wie geht's aus? Baut er? Baut er nicht?) hält die Geschichte eines ausufernden, bizarren Konflikts zusammen, die 500 Seiten des Romans lesen sich schnell und gut.« Sabine Rohlf, Frankfurter Rundschau »Hervorragend, lebendig und glaubhaft geschrieben. Unbedingt lesenswert!« Roana Brogsitter, Bayerischer Rundfunk B5 aktuell »Grandios!« Bücher »Bissig, luzide, satirisch - und unwahrscheinlich elegant geschrieben!« Verena Lugert, annabelle »Eine sehr präzise Studie der US-amerikanischen Gesellschaft. Ausgezeichnet geschrieben, voller Dramatik und Spannung.« Max Ackermann, SRF2 Kultur, Literatur im Gespräch »Bravourös und fesselnd, mutig und mitreißend.« The New York Times »Ein außergewöhnliches Debüt über ein verändertes Amerika, voller Witz und elegant geschrieben.« The Guardian »Ein eindringlicher politischer Roman über den Medienzirkus um die ideale Gedenkstätte für den 11. September.« Times Literary Supplement »Ein furioses Debüt über die Versprechen der Demokratie.« National Public Radio


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