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Tom Rachmann

Die Gesichter

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 22 €

Verlag: dtv - Deutscher Taschenbuch Verlag

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Redaktion

Leser

Rezension

Es beginnt und endet mit dem Künstler Bear Bavinsky. Im Mittelpunkt jedoch steht Pinch, sein Sohn, dem Vater ergeben und nicht fähig, seinen eigenen Weg zu gehen. Bear ist ganz der Typ frivoler Künstler mit diversen Ehen, Affären und Kindern, die ihn niemals von seinem Werk ablenken dürfen. Nach der Trennung von Pinchs Mutter ist Bear längst nicht mehr Teil von Pinchs Alltag. Dennoch ist das Handeln des Sohnes durch den Vater bestimmt, der es bei einer späteren Begegnung vermag, in nur einem Satz jegliche Hoffnung des Sohnes auf eine Künstlerlaufbahn fortzuwischen. Vater und Sohn stehen sich nah, leben jedoch in völlig verschiedenen Welten. Rachman erzählt mal bissig, mal anekdotisch, mal feinfühlig von Machtgefällen. Die Fragen, die der Autor mit seiner luziden Erzählung hervorruft, nehmen die Metaebene in den Blick: Gelten für Menschen, die etwas Großes leisten, andere Maßstäbe im Kleinen? Was bedeutet es eigentlich, etwas für die Gesellschaft und Nachwelt zu vollbringen? Und wer hat die Deutungshoheit darüber? Die Antworten darauf, das verspricht bereits das explosiv-bunte Cover des Buches, können nicht schwarz-weiß ausfallen und sie konfligieren, als es um Bear Bavinskys Spätwerk geht. Hinterfragt wird dabei nichts Geringeres als das Konzept von Wahrhaftigkeit.

(mel)

Kurzbeschreibung

Mit einer einzigen beiläufigen Bemerkung wischt Bear Bavinsky (gefeierter Maler, zahlreiche Ex-Frauen, siebzehn Kinder) jede Hoffnung seines Lieblingssohnes Pinch beiseite, auch nur halb so viel Talent zu haben wie er. Desillusioniert zieht es Pinch raus in die Welt, in Kanada versucht er sich an einer Biografie über Bear, als Italienischlehrer in London hat er es fast geschafft zu vergessen, dass auch er einmal Großes vorhatte. Seine wahre Begabung findet er schließlich doch noch, und er schmiedet einen schier unmöglichen Plan, nicht nur sein eigenes Leuchten zu entfalten, sondern auch das Andenken seines Vaters zu retten.


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