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Han Kang

Die Vegetarierin

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 18.95 €

Verlag: Aufbau Verlag

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Redaktion

Leser

Rezension

Dieses Buch ist nicht als schön zu beschreiben. Dafür herrschen auf seinen Seiten zu viel Hilflosigkeit, Verlorenheit und Schrecken. Doch ganze Kapitel sind einer betörenden Natur und Leichtigkeit gewidmet. Da macht die südkoreanische Autorin es unmöglich, auf Adjektive wie "faszinierend" zu verzichten. Ihr Werk "Die Vegetarierin" wechselt ebenso rasch die Stimmungen wie die Erzählperspektiven. Zu Beginn erzählt der Ehemann. Als seine Frau Yong-Hye plötzlich dem Verzehr von Fleisch abschwört, gerät sein Alltag aus den Fugen. Es fängt klein an: "Es war das erste Mal seit fünf Jahren, dass ich zur Arbeit ging, ohne dass sie mir meine Sachen reichte und mich verabschiedete." Und kulminiert in einem katastrophalen Familienessen. "Wenn ich an meine Frau dachte, empfand ich nicht so sehr Ratlosigkeit oder Entrüstung, sondern vor allem Abscheu." Dann erteilt die Autorin dem Schwager das Wort. Der Ehemann von Yong-Hyes Schwester hegt leidenschaftliche Sehnsucht nach der Vegetarierin. Und als die zwei sich näherkommen, findet er sogar einen Weg, Yong-Hyes Albträume verschwinden zu lassen. Jene Träume, die sie veranlassten, dem Fleisch abzuschwören. Doch das Glück der zwei währt nicht lange. Kangs Buch ist außergewöhnlich - und die Gegensätze von Schönheit und Schrecken meisterhaft skizziert.

(ang)

Kurzbeschreibung

Yeong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht beflissen seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine zwar leidenschaftslose, aber pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschließt, sich fortan ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt entfernt. »Ich hatte einen Traum«, so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt der Vegetarismus als subversiv. Doch damit nicht genug. Bald nimmt Yeong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.


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