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Joyce Carol Oates

Die Verfluchten

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 26.99 €

Verlag: S. Fischer

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Redaktion

Leser

Rezension

Schon vor 30 Jahren begann Joyce Carol Oates, ihren Roman "Die Verfluchten" zu schreiben, und das Ergebnis ist nun ein wuchtiger satirischer Schauerroman, der vermeintlich wahren Ereignissen im beschaulichen Universitätsstädtchen Princeton auf den Grund geht. Zwischen den Jahren 1900 und 1910 soll es von einem Fluch heimgesucht worden sein, der insbesondere die angesehenen Familien in Princeton betraf. Erstmals manifestierte er sich in der Entführung der blutjungen Annabel Slade während ihrer Trauung, aber er führt zu weiteren Morden und Ungemach. Dabei offenbart die gehobene Gesellschaft in Princeton nach und nach ihr wahres heuchlerisches, rassistisches und frauenfeindliches Gesicht. Erzähler ist der ebenso geschwätzige wie parteiische Historiker M. W. van Dyck II., der nach eigener Aussage zahlreiche Quellen ausgewertet und Gespräche geführt hat, um die damaligen Ereignisse zu rekonstruieren. Diese bemerkenswert konsequent beibehaltene Erzählhaltung sorgt indes für einige Längen - beispielsweise bei einer Begegnung mit Jack London. Aber dank des bitterbösen und schrägen Humors ist "Die Verfluchten" ein kraftvolles Buch voller Seitenhiebe auf die feine Gesellschaft, Woodrow Wilson, Mark Twain und Oates' eigene Rezeption, dessen Opulenz mitunter überwältigt.

(sh)

Kurzbeschreibung

VAMPIRE UND DÄMONEN IN PRINCETON - Joyce Carol Oates überrascht als Meisterin des Schauerromans! Princeton 1905 – das Jahr des Fluches. Die beschauliche Universitätsstadt wird in ihren Grundfesten erschüttert, als Annabel auf der Schwelle zum Altar von einer dämonischen Gestalt entführt wird. Ihr Bruder Josiah macht sich auf die Suche und entdeckt das Grauen. Vampire treiben ihr Unwesen und reißen Princetons intellektueller Elite die Maske herunter. Woodrow Wilson, der Präsident der Universität, entpuppt sich als bekennender Rassist mit beachtlichem Drogenkonsum, und der Sozialist Upton Sinclair predigt die Gleichheit der Menschen, erniedrigt aber seine eigene Frau. Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Gewalt gegen jeden, der anders ist: Das ist das wahre Gesicht der Dichter und Denker. Joyce Carol Oates zeigt sich in Höchstform, scharfzüngig und witzig.


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