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Ana Paula Maia

Krieg der Bastarde

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 18.8 €

Verlag: A1

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Rezension

Pornodarsteller Amadeu lässt bei seinem Chef eine Tasche Koks mitgehen, als dieser einen Herzinfarkt erleidet. Als er das Zeug zu Geld machen will, verlässt er sich auf einen Freund und das Koks landet wieder bei den Leuten, denen es ohnehin gehört. Ab dem Moment sind zwei Killer auf der Suche nach Amadeu, doch der wird von einem Taxi überfahren und als unidentifizierter Toter ist er tatsächlich unauffindbar. Ebenso für seine Freundin, eine bildschöne Boxerin mit Schulden, die darauf an einem illegalen Preisboxkampf teilnimmt - und bescheißt. Nun ist sie ebenfalls auf der Flucht und auf der Suche nach einem Unterschlupf landet sie ausgerechnet bei dem Mann in der Wohnung, bei dem auch Amadeu Zuflucht fand und in dessen Armen er starb. Damit ist sie auch nah am Geld: Das liegt unter den Dielen des Zimmers im Haus gegenüber versteckt. Noch nicht genug der Zufälle: Dimitri, der dort einzieht und das Geld findet, ist der Bruder von einem der Verfolger von Amadeu. Dimitri ist Erzähler der Geschichte, nachdem er sich aus dem Staub gemacht hat. Es ist ein Plot wie im Wahn. Voller Leichen, Zufallstoter, Suizid- und Mordopfer. Es gibt eine Pornodiva, die zwar nicht auftritt, aber gelegentlich harte Männer dazu bringt, sinnierend innezuhalten, weil sie brennende Bälle aus Körperöffnungen schießen kann. Dann empfinden sie tief.

(md)

Kurzbeschreibung

Amadeu wittert seine große Chance, als er eine Tasche voll Kokain aus dem Chefbüro der Pornoproduktionsfirma entwendet, für die er arbeitet. Er macht es zu Bargeld, um seine Geliebte Gina Trevisan, eine illegale Preisboxerin, von ihren Schulden zu befreien und mit ihr ein neues Leben zu beginnen. Den Erlös und einen Rest des Kokains versteckt er unter den Dielen eines Dachbodens. Doch dann kommt alles anders, Amadeu wird überfahren. Kaum einer weiß, dass Amadeu nicht mehr lebt, und die Suche nach ihm, nach dem Stoff und dem Geld bringt immer groteskere Situationen hervor. Auftragskiller jagen den Toten, der Chef der Produktionsfirma braucht einen neuen Kühlschrank und mehr Geld, Amadeus ehemaliger Vermieter quartiert nach einem brutalen Boxkampf dessen Geliebte Gina bei sich ein, und der Erzähler zieht auf den Dachboden, ohne zu ahnen, dass unter seinen Füßen Tausende Real verborgen liegen. Ana Paula Maia bedient sich in ihrem unterhaltsamen und packenden Roman eines schwindelerregenden Reservoirs an Situationskomik mit absurden Zufällen, Toten und zwielichtigen Gestalten, die sich ihren Lebensunterhalt mit Raub, Mord, Organhandel, kultigen Pornofilmen und Drogengeschäften verdienen, mit einstürzenden Fußböden und einem Schmuck schluckenden, koksenden Chihuahua. „Krieg der Bastarde" widmet sich mit Witz, Härte und Melancholie den Verkommenen, Maßlosen und Abtrünnigen und führt den Leser in cineastischer Manier in die Halbwelt einer modernen brasilianischen Großstadt.


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