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Eshkol Nevo

Neuland

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 24.9 €

Verlag: dtv - Deutscher Taschenbuch Verlag

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Redaktion

Leser

Rezension

Der Israeli Dori will das Verschwinden seines Vaters enträtseln. Der war am Grab seiner geliebten Frau zusammengebrochen und nach Südamerika geflohen. Auf den Spuren seines Vaters trifft Dori in Peru auf Inbar. Die Radiomoderatorin aus Jerusalem war überstürzt aus Berlin abgereist, nachdem ein Versuch, die Beziehung zu ihrer in der Bundeshauptstadt lebenden Mutter aufzuräumen, gescheitert war. Bis sich Doris und Inbars Geschichten ineinander verflechten, sind allerdings bereits 500 Seiten vergangen. Zuvor lässt Eshkol Nevo seine beiden Protagonisten und vier Angehörige ihre Leben überdenken. Der studierte Psychologe konfrontiert seine Charaktere mit der Suche nach einer eigenen Identität, nicht zu bewältigenden Traumata und dem Mut zum Beschreiten von neuen Lebenswegen. Alles in allem unzählige Gedanken, die der Leser erst einmal verarbeiten muss. Zumal der jüdische Hintergrund der Erzählung immer präsent ist und weitere Deutungsansätze mit sich bringt. Die Rahmenhandlung vom Suchen und Finden gerät da beinah in Vergessenheit, so dicht und tief ist der Roman trotz Nevos leichter und lebendiger Schreibe. Am Ende kommt zu den problematischen familiären Beziehungen auch noch die Zuneigung des keineswegs unglücklich verheirateten Dori zu Inbar hinzu - bis die beiden den Vater aufspüren und dessen "Neuland". Ein Ort, der Juden all ihre Sorgen vergessen lassen soll.

(ole)

Kurzbeschreibung

Eine Geschichte von Liebe und Aufbruch: Als sich Menis Spur in Südamerika verliert, ist das für seinen Sohn Dori ein nicht unwillkommener Anlass, Frau und Kind zu Hause in Tel Aviv zurückzulassen und sich selbst auf die Suche nach dem Vater zu machen. Auch Inbar, eine junge, ehrgeizige angehende Journalistin, setzt sich ab: Nach dem misslungenen Versuch, mit ihrer Mutter in Berlin ins Reine zu kommen, bucht sie ihr Rückflugticket kurzerhand nach Peru um. Der Zufall führt Dori und Inbar zusammen, zwei Menschen, die, verstrickt in ihre jeweilige Geschichte, nach Aufrichtigkeit und Freiheit suchen, auch wenn das erklärte Ziel der Reise, zu der sie gemeinsam aufbrechen werden, zunächst ein anderes ist ... Pressestimmen: Eshkol Nevo im Interview mit Sigrid Brinkmann, Deutschlandradio Kultur, Fazit, 15.09.2013 »Man kann den Roman, der aus sechs Perspektiven geschrieben ist, auch als hoch-sensible Studie von Eltern-Kind- und Paarbeziehungen lesen, weil man erlebt, wie sich die Figuren langsam häuten und zu einer tiefen Aufrichtigkeit finden.« Eveline Petzoldt, NDR 1 Niedersachsen, Bücherwelt, 08.10.2013 »Ohne Sentimentalitäten beschreibt der Autor das Trauma der Vergangenheit, die Ängste der Gegenwart und die Sehnsucht nach einer Zukunft.« Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, 01.10.2013 »Überwältigend, voller Lebensklugheit und hinreißend formulierten kleinen Beobachtungen.« Sigrid Brinkmann, Deutschland Radio Kultur, Schabat Schalom, 07.10.2013 »Auch in seinem neuesten Roman zeichnet Nevo außergewöhnlich starke Charaktere und spürt komplizierten Bindungen subtil nach.« Laura Freisberg, Bayern 2, Diwan, 26.10.2013 »Beim Lesen bekommt man große Lust, selbst auf die Suche nach einem ›Neuland‹ zu gehen.« Karen Frankenstein, SWR 2, Die Buchkritik, 24.09.2013 »In Eshkol Nevos Roman geht es um Neuanfänge und Utopien, um Fragen von Heimat, Familie und Identität.« Kristian Thees, SWR 3, Der gar nicht böse Lesezirkel, 03.12.2013 »Ein großer Roman.« Carsten Hueck, ORF, Ex libris, 26.01.2014 »›Neuland‹ ist ein literarisch überzeugendes Plädoyer für die Befreiung von Trott, gegen Abgeklärtheit und Abhängigkeit von sogenannten Fakten.«
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