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Verena Güntner

Power

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 20 €

Verlag: Dumont

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Rezension

Ein kleines Dorf ist im Ausnahmezustand. Und alles beginnt mit dem Verschwinden von Power, dem Hund der Frau Hitschke. Ein elfjähriges Mädchen macht sich auf die Suche nach dem vermissten Tier. Tagelang durchstreift sie allein den Wald und ist dabei so beharrlich, dass sich ihr nach und nach immer mehr Kinder anschließen. Mit Ferienbeginn ist es endgültig so weit: Alle Kinder sind weg, verschwunden in den Wald, wo sie auf Hundeweise an einem geheimen Ort miteinander leben. Den Erwachsenen gelingt es partout nicht, sie zu finden. Das Szenario erinnert an Jugendbücher neuerer Prägung, in denen Kinder in einer erwachsenenlosen Welt sich selbst überlassen sind. Doch diese Kinder haben, scheint es, nur auf einen Anlass gewartet, der Welt zu entfliehen. Und die Erwachsenen finden sich in der Rolle der hilflos Zurückgebliebenen; allen voran die arme Hitschke, die nicht nur keinen Hund mehr hat, sondern auch für das Verschwinden der Kinder verantwortlich gemacht wird. Güntners surrealistischer Handlungsentwurf enthielte theoretisch genügend Bedrohungspotenzial für einen rabenschwarzen Katastrophenroman. Das ist „Power“ nicht. Was es aber sonst sein könnte – Gesellschaftssatire, Parabel, Abenteuerroman? –, lässt sich nur sehr schwer sagen. Das ist irritierend und reizvoll zugleich.

(kgr)


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