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John Williams

Stoner

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 19.9 €

Verlag: dtv - Deutscher Taschenbuch Verlag

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Redaktion

Leser

Rezension

1919. Vor Stoner liegen zwei Weltkriege, eine zerstörerische Ehe, eine schmerzhafte Affäre und am Ende eine große Liebe. Die Literatur. Es ist die Geschichte von William Stoner, einem Doktor der Philosophie, der eigentlich Farmer werden sollte. Sein Leben findet 56 Jahre lang auf dem Uni-Campus statt. Die Jahre formen ihn zu einem Mann, dessen unbeirrbarer Glaube an das Studium als einziges Lebensglück zu einer Geisteshaltung führt, die ihm letztendlich die Lebenslust raubt. Stoner ist bescheiden, er fügt sich seinem Schicksal, oft zu früh, aber immer schmerzhaft konsequent. "Was hast du denn erwartet?", fragt er sich auf dem Sterbebett. Nie viel und doch zu viel. Der Moment dieser Erkenntnis zieht dem Leser den Boden unter den Füßen weg. Stoners Seelenzustand liegt zu dem Zeitpunkt bereits offen. Die Szenen der Ehe, der verzweifelte Sex, der tiefe Schmerz, das Debakel der Liebe - selten wurde so beklemmend darüber geschrieben. Der Roman, der 1967 fast unbemerkt bei einem kleinen Verlag erschien, wurde 2006 wiederentdeckt und ist heute in vielen Ländern ein Bestseller. Da der Autor bereits 1994 nach Alkoholsucht und Zigarettenmissbrauch verstarb, mag der Ruhm für ihn zu spät kommen, für uns ist der Roman ein Geschenk. In der Hörbuchfassung schafft Burghart Klaußner das Unmögliche: Den Figuren werden die letzten verborgenen Seiten ihrer Seelenzustände entrissen.

(hein)

Kurzbeschreibung

Stoner‹ ist einer der großen vergessenen Romane der amerikanischen Literatur. John Williams erzählt das Leben eines Mannes, der, als Sohn armer Farmer geboren, schließlich seine Leidenschaft für Literatur entdeckt und Professor wird - es ist die Geschichte eines genügsamen Lebens, das wenig Spuren hinterließ. Ein Roman über die Freundschaft, die Ehe, ein Campus-Roman, ein Gesellschaftsroman, schließlich ein Roman über die Arbeit. Über die harte, erbarmungslose Arbeit auf den Farmen; über die Arbeit, die einem eine zerstörerische Ehe aufbürdet, über die Mühe, in einem vergifteten Haushalt mit geduldiger Einfühlung eine Tochter großzuziehen und an der Universität oft teilnahmslosen Studenten die Literatur nahebringen zu wollen. ›Stoner‹ ist kein Liebesroman, aber doch und vor allem ein Roman über die Liebe: über die Liebe zur Poesie, zur Literatur, und auch über die romantische Liebe. Es ist ein Roman darüber, was es heißt, ein Mensch zu sein. Pressestimmen: Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung, 10.09.2013 »Und das Karge, Nüchterne regiert weiterhin (...), in einer Sprache allerdings, die sich wie ein schlicht, aber perfekt gearbeitetes Gewand an den Leib der Erzählung schmiegt, die Momenten tiefster Bitterkeit ebenso schlüssig Gestalt verleiht wie den raren, unvermittelten Lichteinfällen.« Eva Steindorfer, Die Presse, 25.08.2013 »John Williams ist ein exzellenter Erzähler, der den Leser auf fast beiläufige Weise in seinen Bann zieht.« Knut Cordsen, BR 5, Neues vom Buchmarkt, 02.10.2013 »Stoner ist ein leiser Held, ein Heros der Beharrlichkeit.« Christopher Schmidt, Süddeutsche Zeitung, 08.10.2013 »Jetzt liegt ›Stoner‹, von Bernhard Robben vorzüglich übersetzt, in einer deutschen Ausgabe vor, die es erlaubt, einen zu Unrecht vergessenen Autor zu entdecken.« Bild am Sonntag, 06.10.2013 »Melancholisches Meisterwerk« Thomas Andre, spiegel.de, 06.11.2013 »›Stoner‹ ist ein literarischer Schatz, ein Buch, das von den kleinen Siegen und den großen Niederlagen des Universitätsprofessors William Stoner erzählt.« Elke Heidenreich, FOCUS Special – Die besten Bücher 2013, Dezember 2013 – Januar 2014 »Es ist ein zutiefst menschliches Buch über einen zutiefst menschlichen Mann.« Gabriele von Arnim, NDR 1 Niedersachsen, 19.11.2013 »Hier schreibt einer mit einer ungeheuren Neugier auf den Menschen in seinem innersten Sein.«
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