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John Higgs

Alles ist relativ und anything goes

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Informationen: , 25 €

Verlag: Insel

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Redaktion

Leser

Rezension

John Higgs hat die Geschichte des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive der Outsider geschrieben. Extremisten, Exzentriker und Genies: Er spürt allen radikalen Ideen nach, die so neu und anders waren, dass sie das Weltbild des Westens in seinen Grundfesten erschüttert haben. Von der Relativitätstheorie und Konzeptkunst über die Quantenphysik und Science-Fiction bis zum Konstruktivismus und der Chaostheorie vollbringt er das Kunststück, diese Ideen nicht nur äußert anschaulich und unterhaltsam zu erklären, sondern sie auch alle in Beziehung zu setzen. So beschreibt er den Weg vom hierarchischen Kaiserreich zum neoliberalen Individualismus als einen Prozess, in dem alle alten Gewissheiten zu Geist und Materie implodierten. Ausgehend von dem Gedanken, dass ein einziger Blickwinkel nicht mehr ausreichte, zersprengten moderne Kunstformen wie der Kubismus die Perspektiven, tauchte der  Surrealismus in Freuds Unterbewusstsein und spiegelt das Computerspiel "Super Mario" Derridas Idee der Postmoderne. So verschlungen die Wege auch sind, die Higgs wählt, sie sind faszinierend schlüssig und eröffnen uns neue, überraschende Perspektiven auf die Netzwerk-Gesellschaft des 21. Jahrhunderts.

(ts)

Kurzbeschreibung

Bei der Uraufführung von Igor Strawinskys Le Sacre du printemps am 29. Mai 1913 in Paris kommt es zum Eklat. Schon während der Eröffnungsmusik bricht ein Teil des Publikums in höhnisches Gelächter aus. Als die Tänzer auf den Boden zu stampfen beginnen, schlägt der Unmut der Zuschauer in Entrüstung um. Zu radikal ist der Bruch mit der Tradition. Ohne dass sie es gemerkt hätten, hatte sich alles geändert, als der Zeiger des Weltalters von 19 auf 20 sprang. Auf fast allen Gebieten wurden im 20. Jahrhundert Entdeckungen gemacht oder Ideen entwickelt, die unser Bild vom Universum und von uns selbst auf den Kopf gestellt haben. Alles schien neu, nichts unmöglich: Maschinen, die denken, Hunde im Weltall und Menschen auf dem Mond. Alte Gewissheiten büßten ihre Geltung ein, hergebrachte Autoritäten verloren ihre Macht. Die Welt wollte kein Zentrum mehr kennen.


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