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Tina Uebel

Nordwestpassage für 13 Arglose und einen Joghurt

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Informationen: , 19.95 €

Verlag: C.H. Beck

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Rezension

Hinter dem lustigen Titel verbirgt sich Gemecker. Über die Sicherheitskontrolle in Hamburg, die Zwischenlandung in Kopenhagen, das Ersatzflugzeug nach Kangerlussuaq, den von Air Greenland verschusselten Seesack. Auch die Landgänge während des Törns mit den zwölf Mitseglern geben der Autorin Anlass für Beschwerden. Statt Regionalgerichte wie Moschusochsenburger zu genießen, berichtet sie von ihren beschwerlichen Einkäufen. Dabei befindet sie sich auf der jahrhundertealten Nordwestpassage durch die Arktis, jener einst riskanten Verbindung zwischen Pazifik und Atlantik. So segeln auch Polarforscherlegenden mit, als "Schemen aus der Historie", und werden zitiert. Wenigstens das.

(jv)

Kurzbeschreibung

Die Nordwestpassage, ein quasimythischer Seeweg vom Atlantik zum Pazifik entlang der arktischen Küsten Amerikas, bewohnt von verschwindenden Inuit-Kulturen und den Gespenstern bärtiger, besessener Männer, die einst auf der Suche nach diesem geografischen Gral an Hunger, Hybris und Skorbut zugrunde gingen. Landschaften von grandioser Leere, sturmgefegte See, brachiales Eis – noch ist die Nordwestpassage ein Abenteuer, strapaziös und wundersam. Zumindest auf einem Segelboot. Im Sommer 2011 hat sich Kapitän Wolf Kloss mit seiner Santa Maria Australis dieser Herausforderung gestellt, und die Schriftstellerin Tina Uebel ist für drei Monate mitgesegelt. Wo endet die Welt, und wie weit kann man gehen, um an ihren Rändern zu kratzen, hat sie noch Ränder? Und was ist es, das einen dorthin treibt? Tina Uebel war strapaziert und verwundert, bewegt und belustigt. Und weiß davon zu erzählen, von den Stürmen, vom Eis, von der greifbar nahen heroischen Historie, von Amundsen, Franklin, Peary, Cook und den anderen, davon, wie es ist, bei Minus 30 Grad einen Schlitten zu ziehen oder 11 Beaufort zu segeln. Und letztendlich ist die zu erzählende Geschichte eine Geschichte von Liebe und Verlust, Tod und Hingabe, Sehnsucht und Freiheit – und der all dem inhärenten Komik. Rezensionen: taz, 27. April 2013 "Ein einfühlsames Buch (...) – über Reisen, Veränderung und Freundschaft" Carla Baum, taz, 27. April 2013 Die Zeit, 25. April 2013 "Tina Uebel zeigt, dass selbst in den entlegensten Winkeln der Erde kaum noch Entdeckungen zu machen sind – was die Mannschaft aber nicht daran hindert, auf Augenhöhe mit dem Unberechenbaren zu segeln." Elsemarie Maletzke, Die Zeit, 25. April 2013 Deutschlandradio Kultur, 9. April 2013 "Ihre Sprache ist farbig und bildhaft, und sie findet amüsante Wortbildungen wie 'Frachtcontainer-Rokoko' zur Beschreibung von Ortsbildern." Günther Wessel, Deutschlandradio Kultur, 9. April 2013 Literaturbeilage zur Frankfurter Buchmesse, 12. März 2013 "Der große Rest dieses außergewöhnlich reflektierten Reiseberichts ist die Auseinandersetzung mit dieser Landschaft und den Lebensbedingungen darin." Stefan Fischer, Süddeutsche Zeitung, Literaturbeilage zur Frankfurter Buchmesse, 12. März 2013


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