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Isabela Figueiredo

Roter Staub

SACHBÜCHER

Informationen: , 23 €

Verlag: Weidle

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Rezension

„Entweder war man Kolonialist oder kolonisiert, man konnte nichts dazwischen sein, ohne einen Preis dafür zu zahlen, den Wahnsinn am Horizont.“ Als Isabela Figueiredo im November 1975 als Zwölfjährige Mosambik verlässt, soll sie die Wahrheit an die Menschen in der Hauptstadt Lissabon überbringen. Von den Massakern erzählen und dem Unrecht, das den weißen Siedlern in diesen Tagen des blutigen Bürgerkrieges widerfuhr. Figueiredo hat diese Wahrheit nie überbracht, sondern nach dem Tod ihres Vaters 2009 ihre eigene aufgeschrieben. In dieser fiktionalisierten Erinnerung erzählt sie mit den Augen und dem Herzen eines Kindes vom Ende der Kolonialzeit in Mosambik. Ungefiltert, ohne nachträgliche politische Korrektheit, erinnert sie sich an den rassistischen Alltag ihrer Familie. Neger, Fotze, Ficken, Dunkelland sind Worte, die beim Lesen abstoßen und genau das ist richtig. Denn es sagt lediglich, wie es war, es zerstört den Mythos der „sanften“ portugiesischen Herrschaft in Übersee. Der Skandal, den das Buch auslöste, machte es zum Bestseller. Denn Figueiredo geht in ihrem Erzählen mutig über Grenzen. Sie nimmt die fremde Schuld an, erforscht sie in der zwiespältigen Liebe zu ihrem rassistischen Vater, der für sie als Kind alles bedeutet und den sie doch früh durchschaut.

(ts)


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