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Jo Nesbø

Die Larve

THRILLER UND KRIMIS

Informationen: , 21.99 €

Verlag: Ullstein

Leser-Rezension2

Redaktion

Leser

Rezension

Es sind Familienbande, die Harry wieder nach Oslo locken, nachdem er in Hongkong drei Jahre als Geldeintreiber arbeitete. Oleg, der Sohn seiner großen Liebe Rakel, wird wegen eines Mordes in der Drogenszene festgenommen. Alle Beweise sprechen gegen ihn und er sieht einer Verurteilung entgegen, doch Harry will Oleg glauben, der beteuert, es nicht gewesen zu sein. Aber Oleg ist inzwischen auch Junkie und spritzt sich ein synthetisches Zeug namens Violin. Um herauszufinden, wer Olegs Kumpel Gusto getötet hat, muss Harry die Drahtzieher des Violin-Handels auftreiben. Als Ex-Polizist hat er dabei keinerlei Befugnisse, was ihn aber nicht daran hindert, sich wie eine intelligente Dampfwalze einen Weg durch den Sumpf des Verbrechens zu bahnen. Auf seinen Fersen sind korrupte Polizisten, promiskuitive Politikerinnen und ein russischer Drogenboss. Wie immer komponiert Jo Nesbø die Handlung meisterhaft, auch wenn der Plot hier nicht ganz so brillant und trickreich ist wie in "Der Leopard". Er treibt Jäger und Gejagte - bei ihm oft dieselben Personen - vor sich her und erhöht die Spannung fulminant bis zum überraschenden Ende. Harry ist dabei noch einsamer, geschundener und gefährlicher als in den letzten Bänden.

(md)

Kurzbeschreibung

Harry Hole ist endgültig aus dem Polizeidienst ausgestiegen und lebt in Hongkong. Doch dann erreicht ihn ein Alarmruf: Oleg, der Sohn seiner großen Liebe Rakel, sitzt im Gefängnis. Angeklagt wegen Mordes an einem Freund. Sämtliche Indizien deuten darauf hin, dass Oleg tatsächlich der Täter ist. Harry Hole glaubt nicht an diese einfache Lösung. Er kehrt nach Oslo zurück, um den wahren Mörder zu finden – und muss sich seiner eigenen Vergangenheit stellen.


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Hörerrezensionen (2)

4.2

Die Larve

von yexxo am 20.04.2013

Nach drei Jahren kehrt Harry Hole nach Oslo zurück - doch nicht ganz freiwillig. Oleg, der Sohn Rakels, die Liebe seines Lebens, sitzt im Gefängnis, angeklagt wegen Mordes. Und die Beweislage scheint eindeutig. Doch Harry kann es nicht glauben, beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und landet in einem Verwirrspiel ohnegleichen. Es geht um Drogen, Korruption, Machthunger, Gier, Sucht und nichtzuletzt um Liebe. Harry wirbelt ein fein austariertes System von Politik und Drogenmilieu durcheinander und stößt in ein Wespennest. Doch es kommt noch schlimmer...
Wie schon üblich ;-) ist es ein bis ans bittere Ende spannender Krimi, der es einem schwer macht das Buch zuzuschlagen, bevor man die letzte Seite gelesen hat. Es gibt jede Menge unvorhergesehene Wendungen, wenn vielleicht auch nicht immer ganz so überraschend, da man durch die vorhergehenden Bände schon ein Gespür dafür hat, dass gerade das Unwahrscheinlichste häufig die Lösung darstellt. Doch auch das verblüffenste Ereignis fügt sich logisch und nachvollziehbar in die Geschehnisse ein, sodass an keiner Stelle das Gefühl auftaucht, hier wurde etwas mühevoll konstruiert. Harrys immer wiederkehrenden Kämpfe gegen seine Sucht, seine Schlußfolgerungen die diesen Fall letztendlich lösen, seine daraus resultierende Vorgehensweise - alles fügt sich überzeugend zu einem Ganzen. Lediglich seine fast schon übermenschlichen Überlebensfähigkeiten lassen ein wenig Kopfschütteln zu, aber - sie machen Hoffnung auf den zehnten Band...
Fazit: Für Action- und Krimiliebhaber ist dieses Buch ein Muss. Nicht ganz unblutig, aber mit viel Raum für tiefergehende Darstellungen einzelner Personen. Und man muss die vorhergehenden Bände nicht gelesen haben, um der Geschichte folgen zu können, doch hilft es, die Beziehungen der Protagonisten untereinander besser zu verstehen.

3.35

Re: Die Larve

von Siegbert Walter am 22.01.2012

Der Autor arbeitet an einem bekannt brisanten Thema und nutzt dabei drei Erzählschienen. Dabei gelingt der Wechsel von fast nüchternem Erzählkunst bis hin zum bildhaften Stil. In solchen Augenblicken glaubt der Leser selbst auf der Folterbank zu liegen, den Schmerz förmlich am eigenen Körper zu fühlen, nichts für schwache Nerven oder lädierte Herzen.
Leider geht in diesem Buch der eigenständige Witz des Autors verloren und deshalb zwängt man sich fast durch das Gesamtwerk von weit über 500 Seiten. Damit dient das Buch als gewichtiges Geschenk mit einer guten Aufmachung für Menschen, denen man ein wenig Grusel schenken möchte. Allerdings taugt es nicht für die eigene Bibliothek.

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