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Jürgen Heimbach

Die Rote Hand

THRILLER UND KRIMIS

Informationen: , 22 €

Verlag: weissbooks

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Redaktion

Leser

Rezension

Die Stimmung düster, die Hauptfigur lakonisch, das Setting: die Zeit des deutschen Wirtschaftswunders, eine Zeit also, in der alles und nichts möglich schien. Die Zutaten zu diesem Krimi passen so ausgezeichnet zusammen, dass es nicht verwundern kann, wie gut das Ergebnis mundet. Heimbachs Duktus erinnert an den besten Stellen ein wenig an den legendären Jörg Fauser und dessen in Frankfurt am Main spielende Szenen. Gleichzeitig sind die historischen Fakten, die in die Handlung eingewoben sind, so sorgfältig recherchiert, wie man es etwa von Volker Kutschers Gereon-Rath-Krimis kennt. Doch Heimbach ist beileibe kein Nachahmer, das Buch hat einen eigenen Sound, ein eigenes Tempo, das immer höher wird, je mehr Verwicklungen sich im Leben des Kriegsheimkehrers Streich ergeben, der doch eigentlich nur den Horror seines Lebens vergessen und mit ein paar Mark auf der Tasche vernünftig leben will. Doch die Umstände haben für Streich einen anderen Weg vorgesehen, plötzlich steht er mitten in einem kriminellen Geschehen, an dem Kräfte beteiligt sind, die sein Fassungsvermögen weit überschreiten. Und doch manövriert Heimbach seinen Protagonisten mit sicherer Hand durch die Wirren einer Nachkriegszeit, die für Streich letztlich den Kriegserlebnissen in kaum etwas nachsteht.

(ct)

Kurzbeschreibung

Arnolt Streich, ehemaliger Fremdenlegionär, lebt nach Kriegseinsätzen in Indochina und Algerien zurückgezogen in Frankfurt am Main. Mehr schlecht als recht verdient er sich seinen Lebensunterhalt als Wachmann auf einem heruntergekommenen Garagenhof. Verfolgt von den Dämonen seiner Kriege, verbringt er die Tage mit Wachgängen, Bier-Gesprächen am nahen Wasserhäuschen, gelegent-lichen Besuchen im Boxclub oder eines gewissen Etablissements im Bahnhofsviertel. Unbehelligt lebt er abseits vom Rummel des Wirtschaftswachstums der Endfünfzigerjahre, bis (und hier kommen wahre Fakten ins Spiel) am 3. März 1959 in einer seiner Garagen eine Autobombe detoniert. Das Opfer: Ein deutscher Waffenhändler, der mit seinen Lieferungen an die algerische Befreiungsbewegung eine Menge Geld verdient …


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