Haarmann
THRILLER UND KRIMIS
Informationen: , 22 €
Verlag: Penguin
Rezension
„Warte, warte nur ein Weilchen, bald kommt Haarman auch zu dir. Mit dem kleinen Hackebeilchen, macht er Schabefleisch aus dir“. Diesen Text sang man in den Zwanzigern zu einer Melodie von René Kollo. Dabei war der Serienmörder Fritz Haarmann bereits dingfest gemacht, sein Todesurteil wurde im April 1925 vollstreckt. Zweifelsohne ist Fritz Haarmann Deutschlands berühmtester Serienkiller. Innerhalb weniger Jahre ermordete und zerstückelte er mehr als 24 junge Männer und Jugendliche. Über ihn wurden Bücher geschrieben und Filme gedreht. Umso erstaunlicher, dass Dirk Kurbjuweits Roman dieser Geschichte noch so viel Spannung und so viele Überraschungsmomente entlocken kann. Kurbjuweit, der sich an die Fakten hält, bereichert die Geschichte vom Mörder, der auszog, junge Männer zu töten, ihre Körper zu zerlegen und ihre Kleider zu verkaufen, durch Eindrücke einer Stadt in den Klauen der Nachkriegszeit inmitten des Chaos der Weimarer Republik. Hannover wird zu einer Art Klein Chicago mit einer der übelsten Mordserien der bis dato bekannten Polizeigeschichte. Wobei die Rolle der Polizei in den Ermittlungen keine ruhmreiche ist. Kurbjuweit hat als Gegenpol einen kompetenten Ermittler erdacht, dem schließlich der „Werwolf“ von Hannover in die Falle geht.
(pep)