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Heimweh nach dem Ort, an dem ich bin

Thommie Bayer

Heimweh nach dem Ort, an dem ich bin

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Gelesen von Jürgen Hölscher

Informationen: ungekürzte Lesung, 221 Minuten, 3 CDs, 16.95 €

Verlag: Radioropa

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Rezension

Ein Mann auf der Suche nach sich selbst. Na, und? Das ist die Frage, die sich beim Hören dieses Werkes die meiste Zeit auftut. Sicher, der Text ist gefällig formuliert, aber mehr als gepflegte Langeweile versprüht auch die souveräne Lesung von Bernd Hölscher nicht. Was soll der Schauspieler auch aus einer Vorlage herauskitzeln, dessen selbstreferentielle Gedanken nachvollziehbar sind, aber zumindest diesen Hörer in keinster Weise berühren?

Der Held, ein des Plagiarismus beschuldigter Autor und Übersetzer hat den Ort seiner Sehnsüchte gefunden. Weg aus der Stadt, ein Bungalow inmitten von Weinbergen, Ahorn und Holunder. Er schließt Freundschaft mit einer sprechenden Katze (die eigentlich nicht sprechen kann, sondern ihre Gedanken im Kopf des Helden formt) und seinen Vermietern. All das plätschert vor sich hin. Erst zum Ende, wenn wir vom Tod seiner Frau und seines Sohnes erfahren, erhält der Roman Tiefe. Aber möchte ich hören, dass er den Tod seiner Katze mehr betrauert als den seines Sohnes? Nun gut. Bernd Hölscher macht das Beste daraus. Es spricht für seine solide Lesung, dass man zumindest ihm bis zum Ende gerne zuhört.

(bär)

Kurzbeschreibung

Eigentlich ist er immer nur geflohen. Vor jedem Schmerz, jeder Niederlage und am Ende vor sich selbst. Das wird ihm klar, als er den Ort findet, den er vielleicht sein Leben lang gesucht hat: einen Bungalow inmitten von Weinbergen und Tabakfeldern, Ahorn und Holunder. Ein Idyll. Einer Katze, die ganz selbstverständlich mit ihm spricht, und einer Nachbarin, die ihm ebenso selbstverständlich ihre Freundschaft schenkt, gelingt es nach und nach, ihn aus seiner Erstarrung zu lösen. Und er lernt wieder, den Unterschied zwischen Einsamkeit und Alleinsein zu erkennen. Endlich öffnet er sich und erzählt, was vor Jahren mit seiner Frau und seinem Sohn geschehen ist. Er begreift, dass er sich entscheiden muss für ein Leben mit sich selbst.


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