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Verzeichnis einiger Verluste

Judith Schalansky

Verzeichnis einiger Verluste

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Gelesen von Bettina Hoppe, Wolfram Koch

Informationen: ungekürzte Lesung, 458 Minuten, 6 CDs, 22 €

Verlag: DAV

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Rezension

Schon Judith Schalanskys Vorgängerroman "Der Hals der Giraffe" handelte vom unausweichlich scheinenden Schwinden eines Individuums.  In dessen Folge begab sich die Autorin einige Jahre in Archive und Bibliotheken, um etwas zu erschaffen, was man als eine konzentrierte erzählerische Philosophie der Werte und ihres Verlöschens bezeichnen könnte. Das gedankendichte Vorwort weist auf das Ziel des Werkes hin, "Vergessenes zu beschwören, Verstummtes zu Wort kommen zu lassen und Versäumtes zu betrauern". Die Sprecher Bettina Hoppe und Wolfram Koch wissen, die folgenden zwölf, stilistisch sehr verschiedenen literarischen Miniaturen stimmlich aufmerksam umzusetzen. Sei es die Betrachtung eines Tieres einer aussterbenden Art im alten Rom, das Grübeln eines Kindes in der DDR der 80er, das den Tod nicht versteht, oder die in giftigem Selbstekel monologisierende Greta Garbo 1952 in New York. Sei es als  berührende Kurzgeschichte, historische Skizze oder als autobiografischer Bericht. In der schönen Gestaltung des Hörbuchs wird eines von Schalanskys immer wiederkehrenden Themen manifest: die Ästhetik des Mediums.

(bie)

Kurzbeschreibung

In zwölf virtuosen Erzählungen widmet sich Judith Schalansky dem, was das Verlorene hinterlässt: Gerüchte und Legenden, Auslassungszeichen und Phantomschmerzen. Ihre Protagonisten kämpfen auf unterschiedlichste Weise gegen die Vergänglichkeit: ein alter Mann, der das Wissen der Menschheit hortet, ein Ruinenmaler, der die Vergangenheit erschafft, wie sie niemals war, die gealterte Greta Garbo, die durch Manhattan streift und sich fragt, wann genau sie wohl gestorben sein mag, und Schalansky selbst, die in den Leerstellen ihrer eigenen Kindheit die Geschichtslosigkeit der DDR aufspürt.

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