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Jagd der Vampire

Barbara Hambly

Jagd der Vampire

FANTASY UND SCIENCE-FICTION

Gelesen von Katja Nottke, Nicola Devico Mamone, Wolfgang Pampel

Informationen: Hörspiel, 148 Minuten, 2 CDs, 17.95 €

Verlag: Titania Medien

Hörer-Rezension1

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Rezension

Mit „Jagd der Vampire“ legt Titania Medien in der Reihe „Gruselkabinett“ erstmals einen zeitgenössischen Schauerroman vor, von Marc Gruppe in gewohnter Weise solide bearbeitet und atmosphärisch vertont. Erstklassige Sprecher holen aus dem zweitklassigen Stoff heraus, was herauszuholen ist – aber natürlich können sie nichts daran ändern, dass die literarische Vorlage ziemlich dünn ist. Hamblys Roman wirkt, obwohl er doch von Vampiren handelt, blutleer. Die Geschichte bietet wenig Neues, der Handlung fehlen Tempo und unvorhergesehene Wendungen.

Hambly hat sich, um es freundlich auszudrücken, stark von berühmten Kollegen und deren fantasievollen Werken „inspirieren“ lassen. In ihrem Roman steckt ein Gutteil Sherlock Holmes, eine Prise Frankenstein, jede Menge Dracula und etwas Dr. Jeckyl und Mr. Hide – etwas mehr Barbara Hambly hätte ihre eigene Fantasie schon bemühen dürfen, um Leser und Hörer in den Bann zu ziehen.

Was die „Jagd der Vampire“ trotzdem hörenswert macht, sind vor allem die vorzüglichen Sprecher. Wolfgang Pampel, die deutsche Stimme von Harrison Ford, und seine anderen hier versammelten Kollegen aus dem Synchronstudio verleihen der Aufnahme einen Hauch von Hollywood. Untermalt mit Geräuschen und opulenter Musik wird so aus Hamblys müdem Vampirroman immerhin noch ein B-Movie für die Ohren.

(jr)

Kurzbeschreibung

London am Beginn des 20. Jahrhunderts, eine Stadt des Nebels, der Gaslaternen – und der Vampire. Seit Jahrhunderten treiben sie in den dunklen Gassen unbehelligt ihr Unwesen. Nun jedoch sehen sie sich einer ernstzunehmenden Gefahr gegenüber. Ein Unbekannter öffnet am Tag ihre Särge und setzt sie dem todbringenden Sonnenlicht aus. Nur einer kann den Blutsaugern noch helfen: der ehemalige Meisterspion Prof. James Asher. Der Vampir Simon Ysidro ersinnt einen perfiden Plan, Asher zu zwingen, ihnen zu helfen…


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Hörerrezensionen (1)

2.5

Re: Jagd der Vampire

von Hoerzentrale.de am 16.08.2010

Vampirgeschichten haben immer einen besonderen Reiz auf die Hörerschaft. Das dürfte auch dem Duo Marc Gruppe und Stephan Bosenius nicht entgangen sein, denn warum sonst reiht sich mit „Die Jagd der Vampire“ erneut ein schauriger Mythos über Blutsauger in die Gruselkabinett-Reihe? Die Geschichte stammt von der amerikanischen Autorin Barbara Hambly, die eigentlich Science-Fiction-Romane schreibt. Hamblys Vampirgeschichte spielt im frühen 20. Jahrhundert und kommt ziemlich modern daher, was sich auch in der Sprache widerspiegelt.

Professor James Asher bekommt eines Nachts Besuch von Vampir Simon Ysidro, der ihm nicht das Blut aussaugen möchte, sondern den Professor um Hilfe bittet. In London werden seit kurzer Zeit reihenweise Vampire getötet. Ysidro braucht nun menschliche Hilfe bei der Überführung des Täters, denn dieser schlägt immer nur dann zu, wenn die Vampire schlafen – nämlich am Tage.

Wieder einmal hat Titania Medien mit „Jagd der Vampire“ ein Doppelhörspiel im chicen Schuber veröffentlicht, was wie gewohnt satten Hörgenuss in Spielfilmlänge garantiert. Doch Masse ist bekanntlich nicht immer gleich Klasse. Und dieses Sprichwort tritt auf diese Folge leider voll und ganz zu. Irgendwie hat der moderne Vampirkrimi gleich zu Beginn Startschwierigkeiten und kommt nicht so recht vom Fleck und auch Spannung stellt sich nur spärlich ein. Der Hörer bekommt es weniger mit blutrünstiger Gruselunterhaltung zu tun als vielmehr mit einem klassischen Kriminalfall – nur eben mit Vampiren. Und so dümpelt die Handlung vor allem auf der ersten CD so langsam vor sich hin. Einen kleinen Lichtblick gibt es erst gegen Ende, dann nämlich steigert sich mit dem Erzähltempo auch die Handlung und die Geschehnisse nehmen an Geschwindigkeit zu.

Bei einem Blick auf die Sprecher lesen sich wieder große Namen. Die Hauptrolle des Professors James Asher spricht Wolfgang Pampel und das mit Bravour, denn seine Stimme ist wirklich ein Gewinn für das ganze Hörspiel. Dasselbe gilt auch für Nicola Devico Mamone, der Vampir Simon Ysidro die Stimme leiht, und somit neben Pampel den zweitgrößten Sprachpart inne hat. Es ist wirklich ein Genuss Mamone sprechen zu hören, mit seinem Südamerikanischen Akzent aller Antonia Banderas. Weitere Sprecher, die nicht minder glänzen sind Claudia Urbschat-Mingues, die deutsche Stimme von Angelina Jolie, Markus Pfeiffer, Hasso Zorn, Melanie Hinze und David Nathan sowie viele mehr. Einzig und allein die Leistung von Anja Stadlober in der Rolle der Vampirin Chloé hat mich gestört. Ihr „Getue“ wirkt irgendwie gekünstelt und aufgesetzt und ich nehme ihr die starke, selbstbewusste Vampirin einfach nicht ab.

Musik darf natürlich bei keinem guten Hörspiel fehlen und das tut sie auch nicht. In gewohnter Titania-Manier gibt es hier großartige Hintergrundmusik. Allerdings ist mir die Musik beim Hören nie wirklich aufgefallen und trägt die Handlung nicht so wie in anderen Folgen der Reihe. Trotzdem ist vor allem die Geräuschkulisse, aber auch die Musik, insgesamt sehr stimmig, auch wenn mir diesmal die Gesamtuntermalung nicht ganz so gefallen hat. Trotzdem ist das gesamte Hörspiel auf einem sehr hohen Level und hat sich seinen Platz in der Gruselkabinett-Kollektion wirklich verdient.

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