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Einfach Wein - Wein im Dialog

Man merkt es oft erst, wenn der Abend schon läuft: Das Essen stimmt, die Gäste sind gut drauf, die Gespräche drehen sich leicht – und dann kommt der Wein, der nicht ganz dazu passt. Plötzlich wirkt das Gericht zu scharf, die Säure steht im Vordergrund oder die Aromen verschwinden. Wein ist dann schlicht unpassend. Genau diese Lücke will Aldo Sohm mit seinem neuen Buch „Einfach Wein. Genießen und perfekt kombinieren“ schließen: mit einem Ansatz, der weniger belehren will als übersetzen – von der Welt der Weine in die Sprache von Speisen, Gewürzen und Anlässen. Der illustrierte Guide erscheint bei Prestel als Hardcover, umfasst 288 Seiten und lädt zum Gebrauch: zuhause, im Restaurant oder in der hektischen Vorbereitungsphase vor der Dinnerparty.

Der Schlüssel: Denken wie ein Sommelier
Aldo Sohm ist als Sommelier berühmt dafür, Kombinationen als nachvollziehbare Beziehung zu behandeln: Textur, Aromen, Intensität – und wie sie aufeinander treffen. Wer schon einmal erlebt hat, wie ein bestimmter Wein ein Gericht „hebt“, kennt das Gefühl: Plötzlich stimmt das Gleichgewicht, und man versteht gar nicht, warum es zuvor anders war. Aldo Sohms Versprechen ist praktisch orientiert. Das Buch richtet sich an unterschiedliche Lesergruppen: Wein-Neulinge, die Orientierung suchen; Kenner*innen, die ihre Beobachtung systematisieren wollen; Gourmets, die noch gezielter spielen möchten. Das gemeinsame Ziel ist klar: die passende Flasche zu treffen und das immer wieder. 

Überraschend und vertraut: Die Paarungen im Blick
Das Buch arbeitet mit Beispielen, die im Kopf bleiben – und die zugleich beruhigen. Champagner zu Backhuhn, Muskateller zu Austern, trockener Riesling zu Thai-Curry: Solche Kombinationen haben zwei Seiten. Sie sind überraschend, als Korrektur gängiger Automatismen. Denn viele Weinentscheidungen folgen im Alltag nur groben Regeln: „Fisch = Weißwein“, „Fleisch = Rot“. Sohm zeigt, dass es genauer sein darf. Gleichzeitig bleibt das Buch anschlussfähig: Auch klassische Pairings sind kein Zwang, sondern Ausgangspunkt. Man lernt die Gründe, sie zu verstehen.

Grafiken statt Geschwätz: ein Farbsystem als Gedächtnisstütze
Auffällig ist die Gestaltung: wunderschöne Grafiken und ein anschauliches Farbsystem sollen helfen, Zusammenhänge schnell zu erfassen. Das wirkt wie eine Einladung. Besonders bei einem Thema, das schnell wie ein Spezialwissen klingt, senkt diese Art der Vermittlung die Hemmschwelle. Statt langer Abhandlungen über Rebsorten und Herkunft setzt das Buch auf ein Werkzeugdenken. Man soll entdecken, welche Geschmacksrichtung ein Gericht dominiert und wie Wein darauf reagieren kann – ob mit Spannung, mit Ausgleich oder mit bewusster Kontrastwirkung.

 


 

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