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Orhan Pamuk

Die Unschuld der Dinge

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 34 €

Verlag: Hanser

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Redaktion

Leser

Rezension

Nach dem Erhalt des Nobelpreises hätte der türkische Autor sich zurücklehnen und sich gelegentlich in Orient-Okzident-Diskussionen einbringen können. Stattdessen schenkte er der Welt einen Liebesroman: "Die Unschuld der Dinge" handelt von der unerfüllten Liebe des reichen Kemal Keskin zu seiner armen Cousine Füsun. Vor Sehnsucht vergehend, sammelt er alles, was er mit Füsun verbindet - Streichholzschachteln, Teegläser, Haarnadeln -, gründet ein Museum und stellt alle Fundstücke aus den Jahren 1975 bis 1984 in Vitrinen aus. Dieses "Museum der Unschuld" hat der Autor selbst tatsächlich dieses Jahr in dem Istanbuler Viertel Çukurcuma eröffnet. Nun erscheint der Katalog dazu, mit zahlreichen Fotos und Texten von Pamuk, die allesamt lesenswert sind. Humorvoll schildert er, wie sein Umfeld zunächst vermuten musste "er habe wohl eine Schraube locker", weil er die "echten" Gegenstände aus seinem Roman ausstellen wollte. Er wurde in Trödlerläden fündig, sogar bei eBay. Pamuk beschreibt seine heimliche Sammelleidenschaft als sublimen Genuss: "Löst man sich von dem Gedanken, man müsse andere an seinen Phantasiegebilden teilhaben lassen und sie davon überzeugen, kommt man in den Genuss schöpferischen Glücks."

(nt)

Kurzbeschreibung

Im Frühjahr 2012 wurde es endlich eröffnet - Orhan Pamuks „Museum der Unschuld“. Ausgehend von seinem großen Liebesroman gleichen Titels, in dem Gegenstände aus der Alltagskultur der Türkei eine prominente Rolle spielen, wird Pamuks Sammlung nun dauerhaft in der Istanbuler Altstadt ausgestellt. Seine einzigartigen Objekte beschreibt Pamuk in diesem Buch: Durch alte Postkarten und Filmplakate, Hunderte von hinreißenden Fotografien und skurrile Gegenstände lässt der Literaturnobelpreisträger 2006 das geliebte Istanbul seiner Jugend aufleben, das in der brummenden Metropole von heute aufgegangen ist. Alle, die in die aufregende Stadt am Bosporus reisen, sollten dieses Vademecum dabeihaben: Schöner und hingebungsvoller kann eine Stadt nicht gezeigt werden. "Eine originell fingierte, detailversessene, abstruse Schau über Alltagskultur." Stefan Stosch, Märkische Allgemeine, 11./12.08.12 "Wunderschön poetisch." Kurier, 30.09.2012
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