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Dina Nayeri

Ein Teelöffel Land und Meer

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 22 €

Verlag: mare

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Redaktion

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Rezension

Saba ist schon mit elf eine große Geschichtenerzählerin. Wie soll sie sich und den anderen auch sonst erklären, dass ihre Zwillingsschwester Mathab und ihre Mutter plötzlich verschwunden sind? Sie erfindet für die beiden ein Leben in Amerika, das sie aus ihren verbotenen englischen Büchern, Videos und Illustrierten kennt. Während der iranischen Revolution zog die wohlhabende Familie Hafezi ins Heimatdorf des Vaters, um dort versteckt ihren christlichen Glauben zu leben. Saba und ihr Vater werden Teil der Dorfgemeinschaft, inklusive dreier Ersatzmütter und dem opiumsüchtigen Mullah Ali.

Dina Nayeris Debütroman erweckt dieses Dorf mit allen Gerüchten und Geräuschen zum Leben. Die auktoriale Erzählstimme wird durch Passagen aus der Perspektive der Ziehmütter ergänzt. So entsteht ein vielstimmiger Chor, der Sabas Lebensgeschichte zwischen 1981 und 2001 erdichtet. Die Exiliranerin Dina Nayeri kam selbst im Alter von zehn Jahren nach Amerika, sie machte eine Karriere wie Saba sie für Mathab erfindet, doch in den USA vermisste sie die iranische Fabulierlust. In ihrem ersten Roman erzählt sie von zwei Welten, zwei Leben, die letztlich in eines münden - eine Geschichte, die nicht unbedingt wahr ist, aber gut. Und darauf kommt es nicht nur in der persischen Erzähltradition an.

(ts)

Kurzbeschreibung

Zwei Schwestern, getrennt durch einen Ozean, verbunden durch eine Geschichte - "Dieser Roman ist die All-you-can-read-Erzählung unter den Büchern dieses Herbstes. " SPIEGEL Online Saba ist elf Jahre alt, als zwei einschneidende Ereignisse ihr Leben verändern. Die Islamische Revolution zwingt Sabas wohlhabende christliche Familie dazu, Teheran zu verlassen und sich - fern von den prüfenden Blicken der Mullahs - auf ihre Ländereien in der Gilan-Provinz zurückzuziehen. Kurz darauf verschwinden ihre Mutter und ihre Zwillingsschwester Mahtab spurlos. Ihr Vater und die Nachbarn im Dorf behaupten, Mahtab sei bei einem nächtlichen Bad im Kaspischen Meer ertrunken und die Mutter sei bei dem Versuch, den Iran zu verlassen, festgenommen worden. Doch Saba glaubt an eine ganz andere Geschichte: Immer wieder erzählt sie ihrer besten Freundin Ponneh und dem Jungen Reza, den sie liebt, Episoden aus dem filmreifen Leben, das die beiden Vermissten inzwischen in den USA führen. Als Saba erwachsen wird, muss sie sich jedoch immer drängenderen Fragen stellen: Was ist Wahrheit und was ist Lüge? Darf Liebe ein Grund sein, sich selbst zu verleugnen? Und wann ist es an der Zeit, eigene Entscheidungen zu treffen und sein Schicksal in die Hand zu nehmen? Ein kraftvolles, berührendes Debüt über Freundschaft, Treue und die Macht des Geschichtenerzählens. "Die in den USA lebende Autorin Dina Nayeri erzählt in ihrem Debütroman vom schmerzhaften Erwachsenwerden eines Mädchens in dunkler Zeit. Aber wie sie das erzählt! Gleich einer modernen Scheherazade verwebt die gebürtige Perserin Politisches und Poetisches, Stimmen und Rhythmen, uraltes Wissen und coole Teenie-Sprüche, Trauriges und Humorvolles zu großer Literatur - als ginge es ums Überleben. Geht es auch, für Sba Hafezi nach zwei gescheiterten Ehen. Den Weg in die Freiheit ebenen ihr mutige Frauen, die, versteckt unter Tschador, die eigentlichen Heldinnen des heutigen Iran sind." Brigitte Woman "Ein Teelöffel Land und Meer ist eines jener seltenen Bücher, in denen man versinkt und die man nach der letzten Seite staunend und mit klopfendem Herzen aus der Hand legt. Und die man nicht vergisst." Hamburger Morgenpost "Eines der berührendsten Bücher dieses Sommers!" WOMAN


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