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Klaus Modick

Keyserlings Geheimnis

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 20 €

Verlag: Kiepenheuer & Witsch

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Redaktion

Leser

Rezension

Ein schöner Mann ist er wahrlich nicht, dieser Graf Keyserling aus dem Baltikum, der das herrschaftliche Gut der Familie schon lange verlassen hat und nun, in seinen mittleren Jahren, kränkelnd und schwächelnd in München eine zweite Heimat gefunden hat. In Schwabing hat sich ein illustres Völkchen angesiedelt, zum Kreis der Bohème zählen u.?a. Frank Wedekind, Franziska zu Reventlow und Max Halbe sowie Lovis Corinth samt Entourage. Klaus Modick, der einen großen Erfolg mit seinem hinreißenden Roman über die Künstlerszene Worpswede mit dem  Schriftsteller Rilke im Mittelpunkt verbuchen konnte, befasst sich nun auf ähnliche Weise mit Eduard von Keyserling. Er platziert ihn in ein Sommeridyll am Starnberger See, wo ihn der Maler Lovis Corinth ohne jede Beschönigung porträtiert und wie nebenbei nach besonderen Ereignissen in dessen Leben befragt. Gemunkelt wird so einiges über dunkle Flecken auf der weißen Weste des Hochwohlgeborenen. Und so setzt Modick, in bester Schreiblaune, ein farbiges Mosaik über die geheimnisvollen und verschlungenen Lebenswege Keyserlings zusammen - und fördert dabei manches zutage: Eskapaden und Erfahrungen, Liebe, Leid und Leidenschaft, Heiteres und Hässliches. Ein vergnügliches, amüsantes Buch, das mit Niveau zu unterhalten weiß.

(sti)

Kurzbeschreibung

Im Jahr 1901 lädt der Dramatiker Max Halbe einige seiner Schwabinger Freunde ein, die Sommerfrische am Starnberger See zu verbringen. Keyserling, arriviert beim Publikum und unter den Kollegen beliebt, sitzt dort in jenen Tagen dem Maler Lovis Corinth Modell. Das legendäre Porträt wird den von der Syphilis gezeichneten Autor in geradezu faszinierender Hässlichkeit zeigen. Während ihrer Sitzungen erkundigt sich Corinth wiederholt nach der Vergangenheit des baltischen Grafen, nach seiner Jugend und Studentenzeit, um die sich Gerüchte ranken, bekommt jedoch nur ausweichende Antworten. Bei einem Konzertbesuch mit Frank Wedekind begegnet Keyserling einer Sängerin, die ihm trotz des unbekannten Namens merkwürdig vertraut erscheint. Handelt es sich womöglich um jene Frau, die ihn vor mehr als zwanzig Jahren in den Skandal verwickelte, der ihn zur Flucht nach Wien zwang und in Adelskreisen zur Persona non grata werden ließ?


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