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Louis Begley

Zeig dich, Mörder

THRILLER UND KRIMIS

Informationen: , 19.95 €

Verlag: Suhrkamp

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Redaktion

Leser

Rezension

Der Held in "Zeig dich, Mörder" ist ein Krieger. Und so lapidar diese Feststellung zunächst klingen mag, so eindringlich zeigt die Geschichte des Protagonisten Jack Dana, wie sich ein Mensch, der erst einmal zum Krieger geworden ist, immer und immer wieder im Krieg befindet. Da spielt es keine Rolle, dass Dana längst aus dem Dienst bei den US-Marines ausgeschieden ist, weil eine schwere Verwundung ihn nicht mehr zu alter Leistungsfähigkeit zurückkehren lässt. Der Krieg ist in Jack Dana drin, tief verwurzelt, auch dann noch, als er mit dem Versuch, sich seine Erlebnisse vom Leib zu schreiben, finanziell ausgesorgt hat. Vor dem Hintergrund von 9/11, der großen modernen Katastrophe für die amerikanische Seele, zieht der Ex-Soldat wieder mit der Waffe in der Hand los, um die Mörder des letzten für ihn wichtigen Menschen, seines Onkels Harry, zu finden. Dieser soll Selbstmord begangen haben, doch Jack ist sicher, dass die Hintergründe für Harrys Tod ganz anderer Natur sind. Begley lässt den Ich-Erzähler tief in seine verwundete Psyche schauen, er zeichnet ihn als Getriebenen, als einsamen Wolf, der auf seinem Rachefeldzug die Oberflächlichkeit der gehobenen amerikanischen Gesellschaft demaskiert.

(ct)

Kurzbeschreibung

Ein Gentleman mordet nicht. Er lässt morden. Jack Dana war als US-Marine an den einschlägigen Kriegsschauplätzen der Welt im Einsatz. Nach einer Verletzung beginnt er zu schreiben, und gleich sein erster Roman wird ein großer Erfolg. Als er von einer längeren Reise zurückkehrt, muss er erfahren, dass sich sein Onkel Harry, der wie ein Vater für ihn war, in seinem Wochenendhaus auf Long Island das Leben genommen hat. Doch Jack, der seinen Onkel besser kennt als jeder andere, glaubt nicht an Selbstmord. Wollte jemand Harry aus dem Weg räumen? Doch weshalb? Und welche Rolle spielt Kerry Black dabei, die schöne Kollegin Harrys, der Jack zusehends verfällt? Jack verstrickt sich immer tiefer in die Machenschaften der einflussreichen Kanzlei, bei der Harry gearbeitet hat – und gerät bald selbst in Lebensgefahr… Louis Begley hat mit Zeig dich, Mörder einen eleganten und dabei fesselnden Roman geschrieben, der die Leser von den Bürotürmen New Yorks mitten nach Long Island führt. Geistreich und hintersinnig entblättert er die protzigen Fassaden malerischer Wochenendhäuser – und inszeniert ein Katz-und-Maus-Spiel, das den Leser um seinen Helden Jack Dana bangen lässt.
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