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Der gute Deutsche von Nanking

John Rabe

Der gute Deutsche von Nanking

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Gelesen von Ulrich Tukur

Informationen: gekürzte Lesung, 234 Minuten, 3 CDs, 19.95 €

Verlag: Random House Audio

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Rezension

Eine Filmfassung dieses 1997 erstmals auf Deutsch erschienenen Buches kommt hierzulande Anfang April ins Kino. Insofern liegt es nahe, dass Ulrich Tukur als Hauptdarsteller des Films auch das Hörbuch eingelesen hat. Die Sache hat allerdings einen kleinen Haken: Tukur liest die Tagebuch-Einträge teilweise so, als ob er einen Theatertext vorträgt – und das haut dramaturgisch nicht so recht hin. Denn anstatt das Ganze mit einer ruhigen, nach innen gekehrten Stimme zu sprechen, gibt Tukur allzu oft seiner Neigung als Darsteller nach, beschriebene Personen „nachzuspielen“. Besonders deplaziert wirkt dies, sobald er zu deklamieren beginnt. Hier wäre mehr Zurückhaltung, vor allem aber ein Einschreiten der Regie wünschenswert gewesen.

Auch technisch wirkt die Aufnahme für mich alles andere als perfekt: Zischlaute wie „S“ und  „Sch“ bereiten beim Zuhören über Kopfhörer geradezu physische Schmerzen, derart überscharf (um nicht zu sagen: übersteuert) kommen diese akustisch daher. Abgesehen von diesen Mängeln sollten Interessenten in jedem Fall ohnehin zur gedruckten Vorlage greifen. Denn in der Hörbuchfassung fehlen (trotz des relativ umfangreichen Booklets) viele wichtige Dokumente und Hintergrundinformationen, die helfen, diese authentische und anrührende Episode der Zeitgeschichte historisch besser einzuordnen.

(cb)

Kurzbeschreibung

Verfilmung mit Ulrich Tukur und Daniel Brühl ab April 2009 im Kino. Wochenlang zogen im Winter 1937/38 japanische Soldaten plündernd durch die damalige chinesische Hauptstadt Nanking, vergewaltigten Frauen und Mädchen und töteten jeden, der Widerstand leistete. Wenig bekannt ist, dass es auch Menschen gab, die mit verzweifeltem Einsatz für das Leben von Zivilisten kämpften – an ihrer Spitze der deutsche Kaufmann John Rabe, Leiter der Siemens-Vertretung in Nanking und NSDAP-Mitglied. Er richtete eine Sicherheitszone ein, in der zeitweilig 250.000 Menschen Schutz vor den Massakern fanden, die bis heute von vielen Japanern geleugnet werden. Die Zahl der Opfer wird auf 300.000 geschätzt. John Rabes Tagebücher, die erst in den neunziger Jahren in Deutschland bekannt wurden, beschreiben die erschütternden Vorgänge in Nanking und viele Einzelschicksale in mitreißenden Schilderungen. "Und Ulrich Tukur gelingt es, in diesem Spannungsfeld zwischen Entsetzen und besonnener Tatkraft eine bemerkenswerte Persönlichkeit nachzuzeichnen. Das ist eine außerordentliche Leistung, die weit mehr ist als Vorlesen - und damit auch mehr als das 'Hörbuch zum Film'. Selbst wenn Sie die am 2. April anlaufende Verfilmung verpassen sollten, wird Ihnen die Begegnung mit John Rabe durch dieses hervorragende Hörbuch unvergesslich sein." NDR 1 Welle Nord
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