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Starke Stücke: Händel - Feuerwerksmusik

Markus Vanhoefer

Starke Stücke: Händel - Feuerwerksmusik

JUGEND UND KINDER

Gelesen von Stefan Wilkening, Jochen Noch

Informationen: Hörspiel, 96 Minuten, 2 CDs, 19.95 €

Verlag: Igel-Genius

Altersempfehlung: ab 8 Jahre

Hörer-Rezension1

Redaktion

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Rezension

Im Jahr 1749 möchte der englische König Georg II. einen wichtigen Vertragsabschluss mit einem großen Feuerwerk feiern. Georg Friedrich Händel wird beauftragt, mit einer Komposition das Ereignis zu untermalen. Um dem Feuerwerk die Krone aufzusetzen, soll der italienische Feuerwerkskünstler Ruggieri im Green Park eine flammenspuckende Zaubermaschine errichten - und reist mit seinem 14-jährigen Lehrling Antonio nach London. Antonio erlebt, wie am 27. April 1749 das Feuerwerk offenbar sabotiert wird und auch Händels Werk zur Nebensache wird. Der Komponist bittet abschließend darum, seine "Feuerwerksmusik" in der Kapelle eines Waisenhauses aufführen zu dürfen.

Wie schon die bisherigen Folgen der Reihe "Starke Stücke" vermittelt auch dieses Hörspiel des Bayrischen Rundfunks Wissen in lebendiger Weise, da das eigentliche Thema in eine Geschichte eingebettet wird, die auch junge Menschen an den Lautsprechern halten kann. Wobei fast anzunehmen ist, dass eher die Eltern Spaß an dem - mit viel klassischer Musik unterlegten und guten Sprechern besetzten - Hörspiel haben dürften, da auch sie unter Umständen etwas Neues dazu lernen. Zumal auf der Bonus-CD neben der Feuerwerksmusik auch die Wassermusik von Georg Friedrich Händel zu hören ist.

(red)

Kurzbeschreibung

London, im Frühjahr 1749. Mit einem Feuerwerk, dem größten, das die Welt bis dahin gesehen hat, soll ein ganz besonderer Vertrag gefeiert werden, der Vertrag von Aachen. Er verspricht nach langen Kriegen endlich Frieden in Europa. Kein anderer als der große Komponist Georg Friedrich Händel ist beauftragt worden ein Werk für dieses Ereignis schreiben. Der vierzehnjährige Antonio, Lehrling in den so geheimen wie gefährlichen Künsten des Feuerwerks, ist mit seinem Meister, dem berühmten Gaetano Ruggieri in der englischen Hauptstadt eingetroffen. König George II hat den beiden Italienern eine ungewöhnliche Aufgabe übertragen: die Errichtung einer flammenspuckenden Zaubermaschine im Green Park. Und so wird Antonio Zeuge der abenteuerlichen Umstände, unter denen Händels unsterbliche Feuerwerksmusik entsteht.
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Hörerrezensionen (1)

3.35

Re: Starke Stücke: Händel - Feuerwerksmusik

von Hoerzentrale.de am 25.08.2010

Die Hörspielreihe „Starke Stücke“, die seit geraumer Zeit bei Igel Records erscheint, hat sich ganz der Entstehungsgeschichte der schönsten und bekanntesten Musikstücke berühmter Komponisten verschrieben.

Die aktuelle Folge widmet sich der Feuerwerksmusik des deutschen Komponisten Georg Friedrich von Händel, der am Hofe von König George II den Auftrag erhält, die musikalische Untermalung zum anstehen großen Feuerwerk zu komponieren, welches zu Ehren des Aachener Friedensvertrags stattfinden soll. Händel selbst ist über diesen Auftrag gar nicht begeistert, denn er befürchtet, das laute Feuerwerk sowie die Raketenböller könnten seine Komposition übertönen. Er versucht also, den König davon zu überzeugen, ein Stück mit leisen Töne und vielen Geigen zu schreiben. Doch George II ist über diesen Vorschlag not amused und wünscht eine Komposition mit lautem Schlachtenlärm und Kanonenschüssen. Zähneknirschend macht sich Händel ans Werk.

Wie sich die fertige Feuerwerksmusik anhört, ist auf der zweiten mitgelieferten CD und im Anschluss an das eigentliche Hörspiel zu bewundern. Doch bevor man der Musik lauscht und im Geist das berauschende Feuerwerk in bunten Farben vor sich sieht, wird die Entstehungsgeschichte um die Feuerwerksmusik im eigentlichen Hörspiel lebendig. Beim Hören merkt man, dass die Sprechern viel Erfahrung mitbringen und bei der Umsetzung viel Wert auf Details gelegt wurde. So entsteht ein abwechslungsreiches Kinderhörspiel, welches es auf einfachste Weise schafft, klassische Musik ins Kinderzimmer zu bringen. Dabei ist die Geschichte nie langweilig, sondern entpuppt sich sogar als spannend. Auch die Tatsache, dass die Handlung ja in London spielt, wurde dezent verwertet, in dem die Figuren hin und wieder englische Begriffe einbauen oder sich über Händels schlechte Aussprache lustig machen.

Als Erzähler führt dabei Stefan Wilkening durch die Musikgeschichte. Den Haus- und Hofkomponisten Georg Friedrich Händel leiht Jochen Noch seine Stimme, die schwer und tief klingt und dem Künstler eine sehr würdevolle Stimmlage verleiht. Hinzu kommen noch eine Reihe von Sprechern, die allesamt auf einem hohen Level agieren und ihre Professionalität in jeder Minute hören lassen. Und diese gelungene Umsetzung setzt sich auch in der akustischen Umsetzung fort. Die Geschichte wird wunderbar hervorgehoben durch klassische Klänge und stimmigen Geräuschen und wird so für Kinder erst richtig interessant.

Diese Art des Heranführens für Kinder an klassische Musik ist eine gute und dabei noch unterhaltsame Idee, bei der auch große Hörer ihr Wissen noch vertiefen können. Und die beiliegende Musik-CD lädt ein zum gemütlichen Zurücklehnen auf Lauschen.

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