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Die Haut, in der ich wohne

Thierry Jonquet

Die Haut, in der ich wohne

THRILLER UND KRIMIS

Gelesen von Leon Boden

Informationen: ungekürzte Lesung, 250 Minuten, 4 CDs, 24.9 €

Verlag: Radioropa

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Rezension

Eine Stimme hart wie Granit. Eine Stimme, von der man sich beim Hören nach und nach eingemauert fühlt, so wie der plastische Chirurg Lafargue seine (?) Frau Eve in ein Verließ eingemauert hat. Dort zwingt ihr Gebieter sie von Zeit zu Zeit zur Prostitution. Es sind nicht selten Misshandlungen. Aus purem Sadismus? In einem zweiten Erzählstrang erleben wir einen Bankräuber auf der Flucht, der danach trachtet, sein Gesicht um operieren zu lassen. Und schließlich gibt es auch noch einen jungen Mann, Vincent, der von einer fremden Person entführt, sich in einem Verließ wiederfindet.

Die Schlüsselfigur aber ist Vivianne, die Tochter Lafargues, die infolge einer Vergewaltigung ihr Leben in einer Nervenheilanstalt fristet. Nach und nach ahnt man in dieser erbarmungslosen Geschichte, dass hier der Urgrund aller Verwicklungen zu suchen ist, die in diesem Roman aus dem Jahr 1984 so kühl wie brillant entfaltet werden.

Ein Roman über die Bosheit des Menschen, die kein Grund und Boden kennt, vorgetragen von Leon Boden, der Stimme und Stimmführung gegen alle Emotionen abdichtet, nur in der Schilderung des gepeinigten Wesen im Verließ gelegentlich Töne des Mitfühlens schwingen lässt. Das ist konsequent und stimmig in einer Erzählung, die über sechs Stunden hinweg schaudern lässt.

(mms)

Kurzbeschreibung

Der berühmte plastische Chirurg Richard Lafargue hält seine Partnerin Ève in einem Zimmer auf seinem Château gefangen. Sie darf den Raum nur einmal im Monat verlassen, wenn das Paar eine junge Frau in der Nervenheilanstalt besucht. Nach diesen Ausflügen zwingt der Chirurg Ève dazu, mit Fremden Sex zu haben, während er sie durch einen Einwegspiegel beobachtet. Was diese beiden mit dem flüchtigen Polizistenmörder und dem entführten jungen Mann zu tun haben, zeigt sich erst im spektakulären Finale.


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