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Kolyma

Tom Rob Smith

Kolyma

THRILLER UND KRIMIS

Gelesen von Bernd Michael Lade

Informationen: gekürzte Lesung, 406 Minuten, 6 CDs, 19.95 €

Verlag: Lübbe Audio

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Rezension

Gemessen an „Kind 44“ hat Tom Rob Smiths zweiter Roman einige dramaturgische Schwächen. Ein bisschen zu viel Action, ein bisschen zu viel Gewalt, ein bisschen zu viel Grausamkeit – man hat beim Lesen das Gefühl, der Autor wolle seinen ersten Bestseller um jeden Preis noch  toppen. Da ist es doch recht angenehm, dass Bernd Michael Lade bei der Hörbuchfassung wieder ein wenig stärker auf die Bremse tritt. Lade neigt ohnehin dazu, alles ein wenig ruhiger als mancher seiner vorlesenden Kollegen anzugehen. Ihm liegt das allzu dramatische Element beim Vortrag nicht. Untertreibung ist da eher sein Ding. Daran muss man sich zunächst einmal gewöhnen.

Doch in der Ruhe liegt bei diesem Schauspieler auch beim Lesen die Kraft. Und so lässt sich „Kolyma“ nach einigen Minuten des Einhörens gut anhören. Nicht zu laut und nicht zu leise, keine Überbetonungen und keine Übertreibungen im Tempo oder in der Stimmlage, kein Versuch, aus diesem ohnehin spannenden Roman noch mehr Action und noch mehr Rasanz herauszukitzeln – Bernd Michael Lade bleibt auf der mittleren Spur und erleichtert so dem Zuhörer, der nicht immer einfachen Geschichte mit ihren vielen Handlungssträngen und zeitpolitischen Anspielungen zu folgen. Dabei lässt sich gut Auto fahren – die anderen Verkehrsteilnehmer werden es Lade danken.

(mvs)

Kurzbeschreibung

Moskau, 1956. Den ehemaligen MGB-Offizier Leo Demidow holt die Vergangenheit ein. Eine seiner Adoptivtöchter wird gekidnappt. Die Bedingung für ihre Freilassung ist die Befreiung eines Priesters aus dem schlimmsten aller Lager: Kolyma. Leo hat ihn dort hingebracht, Leo soll ihn auch wieder herausholen – so lautet die Logik der Entführer. Auf offiziellem Weg ist das unmöglich – Leos einzige Chance ist, sich als Häftling getarnt in Kolyma einschleusen zu lassen und mit dem Priester, während das eingeweihte Wachpersonal wegschaut, zu „fliehen“. Doch ehe er sich versieht ist er vom Pseudo-Häftling zum echten Gefangenen geworden. Ein Todesurteil, denn im Lager wird er erkannt. Und seine Mitinsassen erinnern sich noch sehr genau, welchen Verhörmethoden Leo sich in seiner MGB-Zeit bediente ...!
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