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Siegfried Lenz

Der Überläufer

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 25 €

Verlag: Hoffmann und Campe

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Redaktion

Leser

Rezension

Im letzten Kriegssommer will Walter Proska aus dem Heimaturlaub in Masuren zum Dienst an der Ostfront zurückkehren, doch eine Gruppe von Partisanen jagt seinen Zug in die Luft. Proska überlebt und wird einer Einheit zugeteilt, die die Bahnstrecke sichern soll. Stationiert mitten im Sumpf und kommandiert von einem unberechenbaren Offizier fristen die Männer dieser Einheit ihr Dasein. Während der eine einen riesigen Hecht im nahen Fluss bekämpft, ringt ein anderer mit seinem Gewissen: Was bedeutet es dieser Tage eigentlich, seine Pflicht zu erfüllen? Proska beginnt, mit ihm über Moral und Sinnhaftigkeit zu diskutieren. Auf nächtlichen Patrouillen fragen sie, wer wirklich Freund und wer Feind ist. Vom Sumpfkoller bis hin zu kafkaesken Zügen der Handlung im zweiten Teil - der Roman hat nicht die federleichte Tonalität und Gemütlichkeit wie etwa aus "So zärtlich war Suleyken" bekannt. Er bringt dem Leser Lenz' eigene Heimat aber ebenso nah und wird an mancher Stelle unerwartet lyrisch, etwa beim Kriechgang über die feuchte Sumpferde. Der zweite Roman von Siegfried Lenz blieb bis dato unveröffentlicht. Grund war, nach anfänglicher Begeisterung, die ablehnende Haltung des Lektors, als das Überläufer-Sujet in der Erzählung an Bedeutung gewann.

(mel)

Kurzbeschreibung

Ein Roman von Siegfried Lenz erscheint mit 65 Jahren Verspätung. 1951 geschrieben, ist "Der Überläufer" Siegfried Lenz’ zweiter Roman. Obgleich vollendet und vom Autor mehrfach überarbeitet, blieb er bis heute unveröffentlicht. Es ist der letzte Kriegssommer, die Nachrichten von der Ostfront sind schlecht. Der junge Soldat Walter Proska aus dem masurischen Lyck wird einer kleinen Einheit zugeteilt, die eine Zuglinie sichern soll und sich in einer Waldfestung verschanzt hat und. Bei sengender Hitze und zermürbt durch stetige Angriffe von Mückenschwärmen und Partisanen, aufgegeben von den eigenen Truppen, werden die Befehle des kommandierenden Unteroffiziers zunehmend menschenverachtend und sinnlos. Die Soldaten versuchen sich abzukapseln: Einer führt einen aussichtslosen Kampf gegen einen riesigen Hecht, andere verlieren sich in Todessehnsucht und Wahnsinn. Und Proska stellen sich immer mehr dringliche Fragen: Was ist wichtiger, Pflicht oder Gewissen? Wer ist der wahre Feind? Kann man handeln, ohne schuldig zu werden? Und: Wo ist Wanda, das polnische Partisanenmädchen, das ihm nicht mehr aus dem Kopf geht?
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