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Nein! Ich will keinen Seniorenteller: Das Tagebuch der Marie Sharp

Virginia Ironside

Nein! Ich will keinen Seniorenteller: Das Tagebuch der Marie Sharp

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Gelesen von Hannelore Hoger

Informationen: gekürzte Lesung, 280 Minuten, 4 CDs, 12.95 €

Verlag: Random House Audio

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Rezension

Marie Sharp ist 60 - und das ist auch gut so. Denn darauf hat sie gewartet. Auf kostenlose Bahnfahrten, Stricken und ihr Tagebuch. Wären da nur nicht jene Altersgenossen, die ihrer Jugend hinterherlaufen, indem sie Kurse besuchen oder sich übers Internet verabreden; also jene, die ein Gewese um ihr Alter machen, als gäbe es nichts Wichtigeres. Doch leider macht es Marie genauso.

Nur heißt es bei ihr: Ab jetzt kommt nur der Tod, warum also noch anstrengen? Doch statt der flachen Schuhe, müssen es dann doch die hohen Stiefel sein. Und dass sich auch die Sache mit dem Zölibat irgendwann erledigt - wer hätte anderes von einer Frau erwartet, die sich mit enervierender Konsequenz als "sexy" bezeichnet? All das soll als britischer Humor durchgehen, hat damit jedoch in etwa so viel zu tun wie eine Ansprache der Queen.

Ironsides Roman schwankt schlicht zwischen beleidigend und todlangweilig. Es gibt nichts, an dem Marie nicht herumkrittelt. Nur sind die Zeiten, in denen das Verlesen von Werbemails witzig war, lange vorbei. Und leider blitzt auch in der Umsetzung Hannelore Hogers nur selten eine ironische Note auf, die dem Text vielleicht etwas von seiner verletzenden Direktheit genommen hätte. Zwar vermittelt sie gerade die Schlusskapitel sehr bewegend und lässt hier eine sympathische Figur durchschimmern, doch ist der Hörer an dieser Stelle bereits zu verärgert, um dieser Lesung noch eine Chance zu geben.

(tan)

Kurzbeschreibung

Älterwerden ist nichts für Feiglinge! Marie Sharp, das Alter Ego der Journalistin Virginia Ironside, ist zu jung, um einen Treppenlift zu benutzen, aber doch reif genug, um den Vorteil bequemer Schuhe zu schätzen. Sie geht gern auf Beerdigungen, die sie viel unterhaltsamer findet als Hochzeiten, sie tauscht den Gynäkologen gegen einen Chiropraktiker, liest begeistert Todesanzeigen und fragt sich, ob sie wohl an Alzheimer erkranken wird. Denn Marie Sharp wird langsam alt – und ist verdammt froh darüber. Als ihr sechzigster Geburtstag näher rückt, beschließt Marie, ein Tagebuch zu beginnen und all die Ereignisse der nächsten Monate festzuhalten. Es wird ein turbulentes Jahr, in dessen Verlauf Marie Großmutter wird, aber auch ihren besten Freund verliert; ein Jahr, in dem sie Feste feiert, neue Bekanntschaften schließt und sich schließlich erneut in ihren Jugendschwarm Archie verliebt. Vor allem aber ist es eine Zeit, in der sie es genießt, endlich nicht mehr jung sein zu müssen … Ein wunderbares Vergnügen für alle, die sich so alt fühlen, wie sie sind.


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