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Aravind Adiga

Letzter Mann im Turm

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 19.95 €

Verlag: C.H. Beck

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Redaktion

Leser

Rezension

Lautes Lachen verbietet sich. Immerhin geht es in diesem Bombay-Roman, der von menschlichen Abgründen und Immobilienspekulation handelt, um ernste Dinge. Doch Aravind Adiga, der vor drei Jahren mit seinem Roman "Der weiße Tiger" für Furore sorgte, ist ein wahrer Meister des subtilen schwarzen Humors. Und so kann man gar nicht anders, als bei dieser bitterbösen Geschichte über einen unbeugsamen alten Mann, der als Letzter in seiner Wohnungsgenossenschaft dem millionenschweren Angebot eines Immobilienhais widersteht, immer wieder genüsslich zu grinsen. Denn die Charaktere sind so liebevoll boshaft gezeichnet, dass einem schon bald nichts Menschliches mehr fremd ist. Da gibt es die gluckenhafte Mutter eines bald erwachsenen Kindes mit Down-Syndrom, die ihren Sohn liebt, aber nur zu gern eine Pflegerin einstellen würde, die ihm den Hintern abwischt. Den weichlichen Moslem, der von seinen andersreligiösen Nachbarn um jeden Preis geliebt werden will. Die kommunistische Sozialarbeiterin, die der Verlockung einer schöneren Wohnung in einer besseren Gegend nicht widerstehen kann. Alles ehrenwerte Leute, die man aber besser nicht gegen sich aufbringen sollte. Denn das könnte böse enden.

(kgr)

Kurzbeschreibung

Eine Geschichte um Geld und Macht, Luxus und Entbehrung, ein breites Gemälde der Menschen in Bombay und nicht zuletzt das Porträt einer brodelnden Stadt – "Der letzte Mann im Turm" wirft einen tiefen Blick in die Herzen und Köpfe der Bewohner einer Mega-City – einfache Menschen, die an einem Ort ohne Grenzen bis an ihre Grenzen getrieben werden. Wen man in Bombay auch nach der „Vishram Society“ fragen würde – Turm A der "Vishram Cooperative Wohnungsbaugesellschaft" –, jeder würde sagen, dass diese Wohnanlage in der Nähe des Flughafens und am Rande von Slums dennoch eine gute Adresse ist. Aber nicht nur Bombay hat sich in den letzten fünfzig Jahren verändert – und heißt jetzt Mumbai –, auch der Immobilienmarkt – überall in Mumbai wird abgerissen, Neues gebaut und viel frisches Geld ist in Umlauf. Als der Immobilientycoon Dharmen Shah den Bewohnern von Vishram Society das Angebot macht, sie rauszukaufen, damit er einen Luxusapartment-Komplex errichten kann, ist sein Angebot mehr als großzügig. Aber nicht jeder ist bereit, auszuziehen und dafür viel Geld mitzunehmen, das Angebot gilt jedoch nur, wenn alle zustimmen! Die Anspannung steigt unter den Bewohnern, und einer, der pensionierte Lehrer Masterji, einst am meisten respektiert, ist nun das Hindernis für diesen Deal. Shah ist ein gefährlicher Gegner, aber auch alte Freunde können zu Feinden werden ...


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