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Marie-Aude Murail

Vielleicht sogar wir alle

JUGEND UND KINDER

Informationen: , 14.99 €

Verlag: Fischer Schatzinsel

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Leser

Rezension

Die Doinels sind eine typische Familie der heutigen Zeit: Sie lieben einander, doch jeder ist so mit sich beschäftigt, dass sie eher nebeneinander her als miteinander leben. Marc, der Vater, muss hilflos mit ansehen, wie die Firma, die er leitet, und seine Angestellten nach der Übernahme durch eine andere Firma aus Profitgier und mit „zeitgemäßem“ Outsourcing kaputtgemacht werden. Nadine, Erzieherin in einem Kindergarten, leidet darunter, schon kleine Kinder unter Druck setzen und benoten zu müssen. Charline, die sich nur Charlie nennen lässt, ist mitten in der Pubertät und taucht so oft wie möglich in die Welt bisexueller Mangahelden ab. Der kleine Esteban gilt als hochbegabt, ist aber eigentlich vor allem ein unglücklicher Junge ohne Freunde. Jeder träumt von einem anderen, einfacheren Leben.

Marie-Aude Murail („Drei für immer“, „Simpel“, „Über kurz oder lang“) gelingt es, den Weg jedes einzelnen Familienmitglieds zu erzählen, ohne dabei in Kitsch zu verfallen. So kommen sich auch Eltern und Kinder am Ende wieder näher, aber die Welt ist noch lange keine gute, sie ist nur – zumindest für diese vier Menschen – eine etwas bessere Welt.

(sym)

Kurzbeschreibung

Der Traum von einem anderen Leben: Marie-Aude Murails neuer Roman erzählt die Geschichte einer ganz normalen Familie: Der Vater fürchtet die drohende Umstrukturierung seiner Firma, der Mutter wird der wachsende Leistungsdruck in ihrem Job zu viel, die jugendliche Tochter flüchtet sich in die Welt ihrer Manga-Helden, und der kleine Sohn ist ein Außenseiter. Sie lieben sich, aber sie finden keine Zeit, es sich zu sagen. Und doch stellen sie auf einmal fest, dass sie alle davon träumen, ein einfacheres Leben zu führen: ohne Luxus, aber auch ohne erdrückende Sorgen. Murail erzählt voller Zuneigung für ihre Figuren, charmant, leicht und mit so viel Humor, dass man weint und lacht zugleich. Und am Ende ist man getröstet und voller Hoffnung. »(…) diese leichthändig erzählte, heiter melancholische, wunderbar lebensnahe Geschichte berührt Leser jeden Alters.« Ina Hochreuther, SUR, April/Mai 2012 »Eine tolle Geschichte mit Herz und Witz.« Udo Bartsch, Westdeutsche Zeitung, 21.4.2012 »Ein wunderbarer, gefühlvoller Roman, in dem zunächst das Traurige überwiegt. Wie von Marie-Aude Murails Geschichten gewohnt, gibt es am Ende aber Trost und ein wirklich schönes Ende. Nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene sehr empfehlenswert!« Christina Liebeck, Media Mania April 2012 »Mit Humor und genauester Beobachtungsgabe für Details lässt Marie-Aude Murail die Tage der Familie Doinel vorüberziehen, in deren Leben irgendwann eine mongolische Jurte die Hauptrolle spielen wird.« Karin Hahn, Karin Hahn Rezensionen, 27.3.2012 »Ein wunderbares Buch!« Hedwig Kaster-Bieker, Frankfurter Neue Presse, 26.3.2012 »Mit feinen Antennen und erfrischendem Galgenhumor erzählt Marie-Aude Murail die zunächst bedrückende Geschichte der Doinels- und ihrer Zeit.(…) Murail kritisiert wohltuend und witzig und setzt ihre Charaktere nicht unter Druck, sich zu entwickeln- sie tun es von selbst.« Ursula Thomas-Stein, Badische Zeitung 14.3.2012 »(…) Das liegt daran, dass Murail stets glaubwürdig bleibt und in ihrer gewohnt feinen Sprache schreibt, mit der es ihr gelingt, genau zu beobachten, ohne dabei bloßzustellen.« Beate Rose, Südwestpresse, 13.3.2012 »Dass Murail es schafft, ein so hehres, fast übermenschlich erscheinendes Thema ganz ohne Predigtstil und moralische Keule zu vermitteln, zeigt einmal mehr die Klasse dieser Autorin.« Bernhard Hubner, Alliteratus, März 2012


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