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Brief einer Unbekannten

Stefan Zweig

Brief einer Unbekannten

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Gelesen von Leslie Malton, Felix von Manteuffel

Informationen: ungekürzte Lesung, 150 Minuten, 2 CDs, 19.95 €

Verlag: Hörbuch Hamburg

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Rezension

Traurigkeit und Mitgefühl, aber auch Wut und Skepsis – auf bemerkenswerte Weise gelingt es Leslie Malton, die den Großteil der Geschichte liest, beim Hörer unterschiedlichste Emotionen auszulösen. Sie legt all das in ihre Stimme, was der tragische Charakter der „Unbekannten“ verlangt: auf der einen Seite Gefühle der Liebe – von zarter Hoffnung bis aufopfernde Leidenschaft –, auf der anderen Seite Gefühle der Enttäuschung, Verzweiflung und Resignation. Die Sprecherin „lebt“ ihre Rolle, was für den Erfolg des Hörbuches enorm wichtig ist. Denn der Schwerpunkt der Geschichte liegt nicht auf der Handlung, sondern auf der Gefühlswelt der Hauptfigur.

Der Inhalt ist schnell erzählt: An seinem 41. Geburtstag bekommt der Schriftsteller R., gelesen von Felix von Manteuffel, einen Brief von einer unbekannten Frau. Sie gesteht ihm darin, dass sie ihn seit ihrer Kindheit abgöttisch geliebt und ihm ihr ganzes Leben gewidmet hat. Davon hat R. jedoch nie etwas geahnt. Die Sinnlosigkeit dieser Liebe ist bedrückend, die fanatische Beharrlichkeit unfassbar. Leslie Malton bewirkt durch ihre Stimme, dass der Hörer voll und ganz gefangen genommen wird. Man möchte der „Unbekannten“ zurufen: „Warum hast du es ihm denn nie gesagt, ihm nie eine Chance gegeben?“ Eine aufwühlende Achterbahnfahrt der Gefühle.

(kek)

Kurzbeschreibung

Die Überraschung ist perfekt. An seinem 41. Geburtstag bekommt der berühmte Schriftsteller R. einen sonderbaren Brief. Der Absender: eine ihm unbekannte Dame. Sie erzählt ihm darin die Geschichte ihres Lebens, die, wie er mit ungläubigem Staunen feststellen muss, auch seine Geschichte ist. Seit sie ihm als Kind zum ersten Mal begegnet war, verliebte sie sich mehr und mehr in den Schwarm aller Frauen. Unrettbar. Nach einer gemeinsamen Liebesnacht viele Jahre später bringt sie seinen Sohn zur Welt, von dessen Existenz R. nichts ahnt. Als sie sich, wiederum Jahre später, erneut begegnen, erkennt er sie nicht. Für ihn ist sie, die nur für diese Liebe lebt, nichts als ein namenloses Abenteuer. Erst der frühe Tod des Sohnes enthüllt ihr die Sinnlosigkeit ihrer Leidenschaft. Stefan Zweig, ein Leben lang fasziniert "von den unbändigen Naturen", zeichnet in seiner 1922 erschienenen Novelle meisterlich das bewegende Psychogramm einer heillosen Passion.
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