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Der Sandmann

E.T.A. Hoffmann

Der Sandmann

KLASSIKER

Gelesen von Marius Clarén, Norbert Langer

Informationen: Hörspiel, 69 Minuten, 1 CDs, 8.99 €

Verlag: Titania Medien

Hörer-Rezension1

Redaktion

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Rezension

Folge 42 des "Gruselkabinetts" macht dem Namen der Reihe durchaus alle Ehre. Die düstere Atmosphäre ist von Marc Gruppe und Stephan Bosenius schön gruselig inszeniert worden, und einige der Szenen haben alptraumhaften Charakter. Überdies ist Hoffmanns Schauerklassiker einfach eine gute Wahl. Nathanael hat als junger Mensch durch eine finstere Gestalt seinen Vater verloren - schuld daran ist der "Sandmann", ein der Familie bekannter Mann, der mit seinem Vater nachts offenbar alchimistische Experimente durchgeführt hat. Das Kindheitstrauma kehrt wieder, als Nathanael den Mann Jahre später wieder trifft. Die überzeugende Besetzung wird von Marius Clarén angeführt, der als Erzähler überzeugt. Und Norbert "Magnum" Langer (als Vater) hört man ohnehin immer gerne wieder.

(bär)

Kurzbeschreibung

Eine deutsche Universitätsstadt 1817. Der Student Nathanael leidet seit seiner Kindheit unter einem schrecklichen Erlebnis, das der Familie den Vater entriss. Die Märchengestalt des Sandmanns ist für ihn daher die Ausgeburt eines schrecklichen Albtraums, die ihn in immer neuen Gestalten heimzusuchen scheint und neues Unheil stiftet…
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Hörerrezensionen (1)

4.2

Re: Der Sandmann

von Hoerzentrale.de am 06.10.2010

Verbinde ich mit dem „Sandmännchen“ des MDR überaus schöne Kindheitserinnerungen, so jagt "Der Sandmann" aus der Feder von E.T.A. Hoffmann vor allem Angst und Schrecken ein. Den jungen Studenten Nathanael plagt seit seiner Kindheit eine schreckliche Angst vor der Märchengestalt des Sandmanns. Grund dafür ist ein Bekannter seines Vaters, der mit seinen abendlichen Besuchen, Nathanael und seine Schwestern zittern lässt und der Schuld am Tod des Vaters zu sein scheint. Jahre später scheint der Sandmann sich erneut in Nathanaels Leben zu drängen.

Dieser Klassiker musste einfach ins „Gruselkabinett“ Einzug halten, was mit Folge 42 jetzt auch der Fall ist. Titania Medien nach „Northanger Abbey“ wieder zum wahren Grusel zurück und legt mit „Der Sandmann“ ein durchaus Angst einflößendes Hörspiel vor. Geschickt erfährt der Hörer aus Briefen von den Erlebnissen in Nathanaels Kindheit, während die Geschichte später in der Jetztzeit spielt. Nathanael, der eigentlich mit Clara verlobt ist, verändert sich zusehend als er sich in die liebreizende Olimpia verliebt und heiraten möchte. Dass irgendetwas mit der wortkargen Olimpia nicht zu stimmen scheint, entgeht dem verliebten Nathanael dabei völlig. Tragik und Wahnsinn und menschliche Abgründe gehen hier einher, wunderbar umgesetzt in ein atmosphärisch dichtes Hörspiel, wie von Titania nicht anders gewohnt, welches sich zu meiner Freude sehr an die Vorlage hält.

Was wäre ein Titania-Hörspiel ohne Musik? Wahrscheinlich nicht annährend so atmosphärisch. In „Der Sandmann“ kommt neben diversen Musikstücken und Klavierklängen auch eine Arie aus der Oper „Hoffmanns Erzählungen“ des französischen Komponisten Jacques Offenbach zum Einsatz. Ein schöner Schachzug von Titania Medien, denn diese Oper handelt tatsächlich von den verschiedenen Erzählungen E.T.A. Hoffmanns, unter anderem auch vom Sandmann.

Über die mitwirkenden Sprecher müssen keine vielen Worte verloren werden, denn die sind bei Produktionen von Titania Medien doch immer eine Konstante. In der Hauptrolle des Nathanael ist Marius Clarén zu hören, der bereits in unzähligen „Gruselkabinett“-Folgen mitgewirkt hat. Auch die anderen Namen wie Cornelia Meinhardt, Nobert Langer, Hasso Zorn und Wilfried Herbst sind keine Unbekannten. Völlig unbekannt und in seiner ersten Rolle zu hören ist hingegen Henri Färber. Der kleine Nachwuchssprecher hat mich als junger Nathanael wirklich überzeugt. Und die wohl kleinste und irgendwie seltsamste Rolle hat eindeutig Polonca Olszak ergattert. Denn sie spricht die doch sehr stoffelige (= fränkischer Ausdruck für „nicht sehr gesprächig“) Olimpia, mit der eine Unterhaltung nur sehr mühsam zustande kommt.

Dieses Hörspiel überzeugt durch die Handlung ebenso wie durch die fabelhafte Umsetzung. Egal ob Musik, Geräusche oder Sprecher … alles super! Ein klassisches Gruselhörspiel wie es sein muss. Die vorliegende Umsetzung hat mir sogar noch eine Spur besser gefallen wie das gleichnamige Hörspiel der „Edgar Allan Poe“-Reihe von Lübbe Audio. Absolut empfehlenswert!

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