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Shutter Island

Dennis Lehane

Shutter Island

THRILLER UND KRIMIS

Gelesen von Oliver Rohrbeck

Informationen: gekürzte Lesung, 470 Minuten, 6 CDs, 19.99 €

Verlag: Lauscherlounge Records

Hörer-Rezension2

Redaktion

Leser

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Rezension

Wäre mir nicht die Aufgabe zugefallen, dieses Hörbuch zu rezensieren, dann hätte ich spätestens nach der Hälfte aufgegeben, derart lahm kriecht der Plot voran. Erst CD Nummer sechs sorgt  mit einem zwar vorhersehbaren, aber dennoch gekonnt umgesetzten "Twist" endlich für Spannung und auch Überraschungen. Um was geht es? Teddy und Chuck, zwei US-Marshals, werden zum Ashecliffe Hospital auf Shutter Island gerufen. Auf der Insel vor der Ostküste ist angeblich eine geisteskranke Mörderin entflohen. Nach und nach werden die beiden Fahnder mit immer merkwürdigeren Behauptungen und Erlebnissen konfrontiert, die sich zu einem einzigen Rätselgebilde auftürmen.


Leider schafft es Oliver Rohrbeck nicht, der Story etwas mehr Pepp zu verleihen. Die Erzählerpassagen beherrscht er zwar durchaus, doch klingen Frauen bei ihm durchweg arg debil. Zudem spricht er gleich zwei männliche Charaktere in nervigem Martin-Semmelrogge-Tonfall, und der Chefpsychiater soll sich wohl drohend anhören, kommt aber eher als akustische Karikatur eines Bösewichts daher. Noch in diesem Jahr soll übrigens eine Verfilmung des Stoffs ins Kino kommen - vielleicht lässt sich der Plot ja in 120 Minuten spannender erzählen. Für ein mehrstündiges Hörbuch gibt die Story (auch wegen der platten Dialoge und simpel gestrickten Charaktere) einfach zu wenig her.

(cb)

Kurzbeschreibung

1954 untersucht der US-Marshall Edward Daniels mit seinem Partner Chuck Aule das rätselhafte Verschwinden einer Patientin aus dem auf der Insel Shutter Island untergebrachten Spezialgefängis für geistesgestörte Schwerverbrecher. Die Patientin, eine mehrfache Kindesmörderin namens Rachel Solando, hatte es geschafft, ohne Spuren zu hinterlassen aus ihrer verschlossenen Zelle zu entkommen. Edward Daniels hat außerdem ein privates Interesse an dem Auftrag: Er vermutet den Mörder seiner Frau Dolores, Andrew Laeddis, auf Shutter Island. Vom ersten Moment an haben die beiden Marshalls das Gefühl, dass die Gefängnisleitung etwas zu verbergen hat. Der Verdacht, dass verbotene Experimente an den geisteskranken Kriminellen durchgeführt werden, verdichtet sich. Nachdem Daniels aus einer verschlüsselten Botschaft der verschwundenen Rachel Solando den Hinweis entnehmen konnte, dass ein nichtregistrierter Insasse existiert, wird seine Suche nach Laeddis zu Besessenheit. Während eines Hurrikanes, der die Insel von der Außenwelt abschneidet, dringt er mit seinem Partner in den abgetrennten Block C ein, in dem die gefährlichsten Verbrecher untergebracht sind. Hier finden sich erste Anhaltspunkte für die Anwesenheit Laeddis'. Die Ereignisse spitzen sich dramatisch zu, als sein Partner Chuck Aule spurlos verschwindet. Daniels entkommt im letzten Augenblick den Wachmannschaften, schafft es aber nicht, die Insel zu verlassen. Schließlich dringt er in den Leuchtturm ein, in dem er den Schauplatz der medizinischen Experimente und seinen gefangenen Partner Chuck vermutet.
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Hörerrezensionen (2)

4.2

Re: Shutter Island

von Hoerzentrale.de am 16.08.2010

Das Ashecliffe Hospital liegt abseits jeglicher Zivilisation auf der Insel Shutter Island. Die Anstalt, in der geisteskranke Schwerverbrecher weggesperrt werden, gleicht einer Festung. Doch trotz aller Sicherheitsmaßnahmen konnte eine Insassin aus ihrer Zelle entkommen. US-Marshall Teddy Daniels und sein Partner Chuck Aule sollen nun vor Ort auf Shutter Island klären, wie es zu der Flucht kommen konnte und die gefährliche Patientin aufspüren. Doch bald schon wird den beiden Marshalls klar, dass in der Anstalt etwas verheimlicht werden soll. Nun gilt es das Gerüst aus Lügen zum Einsturz zu bringen, was sich als schweres Unterfangen herausstellt, denn alles scheint darauf hinauszulaufen, dass Teddy Daniels Shutter Island nie wieder verlassen soll …

Der Roman „Shutter Island“ des Amerikaners Dennis Lehane erschien 2003 und dient als Vorlage für dieses spannende Hörbuch der Lauscherlounge. Dass die Geschichte sich auch für die Kinoleinwand eignet, dachten sich wohl auch die Macher des gleichnamigen Films mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle, der 2010 in den deutschen Kinos anlief. Die Rechte für den Psycho-Thriller sicherte sich die Lauscherlounge und veröffentlichte bereits lange vor dem Kinostart diese packende Lesung. Wer Thriller dieser Art mag, wird von „Shutter Island“ nicht enttäuscht sein. Sieht zu Beginn alles nach einer gewöhnlichen Flucht aus, mausert sich das Geschehen langsam aber stetig zu einem wahren Psychoduell. Verstörend und beängstigend ist die Lage, in der sich der US-Marshall plötzlich befindet. Das unvorhersehbare und geniale Ende ist dann nur noch die Krönung eines Thrillers, der über die gesamte Laufzeit überzeugt und für ein ungutes Gefühl beim Hören mit sich bringt.

Passend zum Inhalt, besticht auch Oliver Rohrbeck mit seiner Darbietung. Er schafft es mit vielen kleinen Nuancen seiner Stimme, den Text lebendig und stimmungsvoll zugleich erscheinen zu lassen. Stellt man sich die triste und beängstigende Umgebung des Ashecliffe Hospitals vor, jagt einem so schon mal ein kalter Schauer über den Rücken. Hier treffen ein fabelhafter Sprecher und eine fesselnde Romanvorlage aufeinander, die absolut empfehlenswert ist und Spannung bis zum Schluss garantiert. Thriller dieses Formats gibt es leider viel zu wenig. Unbedingt reinhören!

1.7

Re: Shutter Island

von reziratte.de am 16.08.2010

Eine Nervenheilanstalt mit gewalttätigen Insassen, weit vom Schuss auf einer einsam gelegenen Insel, ein tobendes Unwetter…
Glücklicher kann man das Setting für einen düsteren Thriller um eine entflohene Insassin eigentlich kaum wählen. Nicht unbedingt eine neue Idee, aber eine, die meist gut funktioniert. Leider nicht bei Shutter Island.
Die Handlung zieht sich unglaublich mit Beobachtungen, halbherzigen Ermittlungen und Verhören, einfachen und wenig ergiebigen Verhören und einer ganzen Zahl an Charakteren, die so wenig ausgearbeitet werden, dass man einfach keine Beziehung zu ihnen aufbauen kann.
Und von Spannung kann auch keine Rede sein. Erst zum Ende hin kommt Schwung in die Story, aber das rettet dann auch kaum noch etwas.
Ich jedenfalls hatte -als ich mich endlich bis hierher durchgekämpft hatte- die Hoffnung eh schon aufgegeben.

Nicht einmal Oliver Rohrbeck kann hier noch etwas rausreißen. Im Gegenteil: wenn die Story an sich schon im Schneckentempo voran schreitet, dann macht es eine ruhige und behäbige Erzählweise nicht wirklich besser. Und sei sie auch noch so düster.
Die Charaktere kann man zwar ganz gut unterscheiden, allerdings fand ich, das manche der Stimmen, die Oliver Rohrbeck vergibt, nicht gut zu den Charakteren passen.

Von Untermalung ist weit und breit nichts zu hören, obwohl der Schauplatz und das Unwetter in dieser Hinsicht sicher einiges hergegeben hätte. So hätte man eventuell auch etwas Atmosphäre in die Sache bringen können. Von musikalischer Untermalung mal ganz zu schweigen, da hätten einige düstere Stücke dem Hörbuch ebenfalls gut zu Gesicht gestanden.

Das Layout des Digi-Paks gefällt mir sehr, schön düster gehalten, das unruhige Meer die trutzige Klinik auf der Insel, das alles vermittelt schon eine unheimliche Stimmung. Im Inneren verbergen sich Infos zum Autoren, zu Oliver Rohrbeck und weiteren Produktionen der Lauschlounge.

Fazit: Wenn ich sehe, wie gut das düstere Layout mit dem aufgewühlten Meer und der trutzigen Klinik auf der felsigen Insel unheimliche Stimmung vermittelt, dann habe ich den Verdacht, dass die Story in Bildern deutlich besser funktionieren wird. Somit hoffe ich mal auf die filmische Umsetzung, die im Februar 2010 in die Kinos kommt. Das Hörbuch jedenfalls konnte mich nicht überzeugen.

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