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Lloyd Jones

Die Frau im blauen Mantel

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 19.95 €

Verlag: Rowohlt

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Redaktion

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Rezension

"Die wirklichen Geister sind diejenigen, die wir nicht sehen wollen. Diese Leute haben nicht als Geister angefangen. Gott hat sie als Menschen in die Welt gesetzt." So spricht der Pastor des Igbo-Ordens über "Ines", die von Schleuserbanden vor Italien ins Meer geworfen wird, auf dem Weg in die Festung Europa. Sie kämpft sich nach Berlin, still, nur sichtbar durch die Zeugen ihrer Reise. Sie will zu ihrem Kind, um das der Vater sie betrog und das er mit nach Berlin nahm. Dort taucht sie in eine Parallelwelt ein, süchtig nach den kurzen Begegnungen mit ihrem Jungen. Die Menschen, die von "Ines" erzählen - selbst der Name ist nicht ihr eigener - berichten, wie sie sie berührt hat, oder auch nicht, und erlebten die Begegnung angefüllt vom Ballast ihres eigenen Lebens. Ines' Bericht dagegen spiegelt, wie vereinzelt der Mensch in seiner Hülle ist, wie Grausamkeit und Gleichgültigkeit Hand in Hand gehen oder Mitgefühl eine Brücke schlägt. Dabei gibt es keine Verurteilung, nur Worte, die in ihrer Poesie und Schlichtheit einem Geist nach und nach Gestalt und Schönheit verleihen. Ein wundervolles, berührendes Buch, das Blinden Augen leiht!

(md)

Kurzbeschreibung

Sie nennt sich Ines, aber niemand kennt ihren echten Namen, ihren Geburtsort; nur das Ziel ihrer Reise ist bekannt: Berlin. Ob sie Geschwister hat, ob ihre Eltern noch leben, könnte keiner der Menschen sagen, denen die junge Afrikanerin auf ihrem Weg durch die Festung Europa begegnet ist. Sie erinnern sich, sie erzählen von ihr, der Frau im blauen Mantel, deren Haut ungewöhnlich hell ist und sommersprossig. Nach und nach entfaltet sich ihre Geschichte und mit ihr die Geschichte der Menschen, deren Weg sie gekreuzt hat, die sie beschenkt, benutzt und in ihre eigenen Lebenslügen eingesponnen haben: der Straßenkünstler, der sich in Ines verliebt, der blinde Mann, dem sie den Haushalt führt – und schließlich der Kommissar, der bald erkennt: Die Wahrheit hat viele Gesichter. «Lloyd Jones ist ein wagemutiger Schriftsteller, einer der interessantesten, ehrlichsten, anregendsten Autoren, die wir heute haben.» (The Guardian) Er führt uns in eine Welt, die der unsrigen kaum vertraut und doch unmittelbar neben ihr angesiedelt ist – in einem Roman, der ergreift und berührt durch seine menschliche Wärme, seine Unbestechlichkeit, seinen Sinn für die Wirklichkeit, in der wir leben.


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