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Robert Enke - Ein allzu kurzes Leben

Ronald Reng

Robert Enke - Ein allzu kurzes Leben

BIOGRAFIEN

Gelesen von Matthias Brandt

Informationen: gekürzte Lesung, 474 Minuten, 6 CDs, 22.95 €

Verlag: tacheles!

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Rezension

Auf kluge wie umsichtige Weise verzahnt Ronald Reng die wechselhafte Karriere Robert Enkes mit dem Werdegang seiner seelischen Verfassung. Es entsteht das Bild eines verletzlichen und leisen Menschen, der leicht unter Druck zu setzen war, der nach den Negativ-Erfahrungen beim FC Barcelona fast an den rauen Seiten des Fußballgeschäfts gescheitert wäre, aber auch im selben Milieu Zuwendung, Verlässlichkeit und stabile Freundschaften fand. Ohne Klischees zu bedienen, klärt Reng über Verlaufsformen der Krankheit Depression auf, die Enke schließlich in den Tod trieb. Das ist weiterführend und außergewöhnlich spannend geschrieben. Reng verfügt über beachtliche literarische Qualitäten, hat poetische Einfälle, rafft und legt dann wieder die Lupe über Schlüsselmomente. Minutenlang und im Reportagestil wird z.B. jene Pokal-Niederlage von Barcelona gegen einen Drittligisten erzählt, die Enkes Karriere vorübergehend aus dem Gleis brachte. Und Ängste in ihm offen legte, die seine Psyche wohl schon immer grundiert hatten.

Über all das legt Sprecher Matthias Brandt eine bewölkte, den Hörer bannende Grundstimmung. Stellenweise aber, beim Rezitieren von Tagebucheintragungen Enkes, wird sein Ton allzu bedrückt und schmerzverbrämt. Leider wurde gekürzt. Von den 474 Minuten ist aber dafür jede ihre Zeit wert.

(mms)

Kurzbeschreibung

Als Robert Enke am 10. November 2009 starb, berührte sein Schicksal Deutschland weit über die Welt des Fußballs hinaus. Denn an seinem Leben hatte die Öffentlichkeit in ganz besonderer Weise Anteil genommen: Nur wenige Monate vor seinem Selbstmord war er nach dem Tod seiner ersten Tochter zum zweiten Mal Vater geworden. Acht Monate später hätte er bei der Weltmeisterschaft in Südafrika im Tor der deutschen Nationalmannschaft stehen sollen. Wie Robert Enke gehen seine Depression kämpfte, wie er es auf seinem Lebensweg von der Arbeitslosigkeit ins Tor der Nationalmannschaft schaffte und wie er zu denen stand, die ihn beruflich und privat umgaben – davon erzählt diese Biografie. Entstanden in enger Zusammenarbeit mit Robert Enkes Witwe Teresa, zeichnet Ronald Reng darin das Bild eines Mannes, der nie vergaß, dass auch für einen großen Torwart Demut kein schlechter Wesenszug ist. „Der Gedanke, einmal in einem Buch von seinem Leben zu erzählen, bedeutete Robert sehr viel. Er hoffte, seine Autobiografie gemeinsam mit Ronald Reng schreiben zu können. Nun hat Ronald Reng dieses Buch allein geschrieben. Er erzählt darin von Roberts sportlicher Karriere, von den Extremen seiner Laufbahn, und sieht dabei immer auch den Menschen, den Ehemann und Vater. Er schreibt von unserem Kampf gegen die Depression und vergisst nicht die vielen Glücksmomente, die es gab.“ Teresa Enke


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