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Das Lügenhaus

Anne B. Ragde

Das Lügenhaus

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Gelesen von Matthias Brandt, Ulrike Grote, Walter Kreye

Informationen: gekürzte Lesung, 318 Minuten, 4 CDs, 19.95 €

Verlag: Hörbuch Hamburg

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Rezension

Die Bäuerin Anna liegt im Sterben, und so versammelt sich ihre seit Jahrzehnten zerrüttete Familie, um zu klären, wer Annas Bauernhof übernehmen soll. Der völlig unselbstständige Vater kommt dafür kaum in Frage. So scheint es nur logisch, dass Annas Sohn Tor, der seit jeher auf dem Hof gelebt und das Vieh versorgt hat, das Erbe antritt. Zumal sich Tors Brüder Margido und Erlend trotz aller persönlichen Differenzen darin untereinander ebenso einig sind wie mit Tors Tochter Torunn. Doch als sich alle schon auf ein harmonisches Weihnachtsfest eingestellt haben, rückt der Vater plötzlich mit einem Geheimnis heraus, das alles auf den Kopf stellt.
Dass dieser Krimi auch völlig ohne Verbrechen spannend daher kommt, liegt an drei Dingen: Die Story ist geschickt aufgebaut, so dass bis kurz vor Schluss völlig offen bleibt, um was es wirklich geht. Zudem hat Anne B. Ragde sprachlich deutlich mehr zu bieten als viele andere skandinavische Autoren. Wie sie die inneren Gefühlswelten der einzelnen Protagonisten schildert, ist meisterhaft. Und auch die Entscheidung des Verlages, den Text von mehreren Sprechern einlesen zu lassen, entpuppt sich als dramaturgischer Glücksgriff – mit einer Ausnahme: Dass Walter Kreye den homosexuellen Erlend bisweilen klingen lässt wie einen Schwachsinnigen, ist ebenso peinlich wie diskriminierend. 

(cb)

Kurzbeschreibung

Trondheim in Norwegen: Als die Bäuerin Anna nach einem Schlaganfall im Sterben liegt, kommt die Familie nach Jahrzehnten erstmals wieder zusammen. Tor, der älteste Sohn, der den elterlichen Hof übernommen hat und mit Hingabe Schweinezucht betreibt, verständigt nicht nur seine beiden Brüder Margido und Erlend, sondern auch seine Tochter Torunn, die er nur ein einziges Mal gesehen und vor seiner Familie verheimlicht hat. Margido zeigt sich wenig erfreut über seinen Anruf. Er hat vor Jahren den Kontakt zur Familie abgebrochen und betreibt ein Bestattungsunternehmen unweit des Elternhauses. Auch Erlend tritt die Heimreise mit gemischten Gefühlen an. Er ist schwul und hat deshalb vor vielen Jahren den Hof nach einem heftigen Streit verlassen. Nun lebt er mit seinem Lebensgefährten in Kopenhagen, liebt seinen Job als Schaufensterdekorateur und genießt das Leben in vollen Zügen. Der Einzige, der unglücklich zu sein scheint, ist der Vater. Der hat Zeit seines Lebens ein Schattendasein geführt, wofür ihn besonders Tor verachtet hat. Doch als es gilt, das Erbe aufzuteilen, sieht er die Zeit gekommen, ein lange gehütetes Geheimnis zu lüften...
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