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Niederland

Joseph O'Neill

Niederland

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Gelesen von Matthias Brandt

Informationen: Lesung, 350 Minuten, 5 CDs, 29.95 €

Verlag: Argon Verlag

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Rezension

Bestseller ist nicht gleich Bestseller, und nicht jeden muss man vertonen. Das wird einem ausgerechnet bei „Niederland“ bewusst – in den USA und Großbritannien als „großer literarischer Wurf“ gefeiert. Joseph O'Neill zeichnet das Bild eines identitätssuchenden holländischen Bankiers, der im New York des Jahres 2002 – seine Frau hat sich mit dem kleinen Sohn nach London zurückgezogen – allein unter den exzentrischen Gestalten im legendären Chelsea Hotel lebt. Doch dann trifft er auf den Westinder Chuck Ramkissoon, der sein Leben verändern wird – und eine ungewöhnliche Freundschaft entsteht.

Der Roman soll „begeisternd, weise und lebensklug“ sein – über Beheimatet- und Fremdsein, über Freundschaft, eine scheiternde Ehe, das moderne Leben in der westlichen Gesellschaft. Doch was beim Lesen des Buches mit eigenem Tempo im Kopf besser funktioniert, scheitert bei der Hör-Variante: den Text zum Klingen zu bringen. Zwar bemüht sich Matthias Brandt mit ordentlichen Betonungen, passenden Pausen und im Grunde auch angenehmer Stimme, der Story etwas Pepp zu verleihen. Doch sein immer gleich bleibendes Tempo, das mit der episodenhaften, irgendwann eher langweiligen Erzählung einher geht, macht das „Gesamtpaket“ rasch eintönig – ohne rechten Höhepunkt, ohne Glanzlichter oder zumindest herausragende Akzente.

(bw)

Kurzbeschreibung

New York im Jahre 2002: Ein holländischer Bankier namens Hans van den Broek lebt allein unter den exzentrischen Gestalten im legendären Chelsea Hotel. Als Kind fuhr er perfekte, sichere Bahnen auf dem Eis der Grachten; heute spekuliert er erfolgreich auf Rohstoffpreise, aber wie die Stadt selbst nach dem 11. September ist auch er in seinen Grundfesten erschüttert. Nachts spricht er mit Engeln, oder er sucht verzweifelt bei Google Earth das Haus seines kleinen Sohnes, der mit seiner Mutter nach London zurückgezogen ist, nach Zeichen von Leben ab. Doch dann, bei einem Cricket-Spiel in Coney Island, zu dem ihn das Heimweh nach England trieb, trifft Hans die Gestalt, die sein Leben verändern wird. Der Mann, ein dunkelhäutiger Westinder mit dem schönen, uramerikanischen Rufnamen Chuck, gehört zu denen, die noch Großes zu träumen wagen und ihr Schicksal in die Hand nehmen. Zusammen mit ihm macht Hans sich auf, ein aktives, brodelndes, ihm gänzlich unbekanntes New York zu entdecken. Joseph O’Neill wurde 1964 als Sohn eines Iren und einer Türkin in Cork geboren und wuchs in Holland auf. Er studierte Jura in Cambridge und arbeitete als Anwalt in London. Später folgte er seiner Frau nach New York, wo er heute mit seiner Familie lebt. Niederland ist, neben einer Doppelbiographie seiner beiden Großväter, sein dritter Roman.
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