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Fieber am Morgen

Péter Gárdos

Fieber am Morgen

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Gelesen von Axel Wostry

Informationen: ungekürzte Lesung, 390 Minuten, 5 CDs, 19.99 €

Verlag: Hoffmann und Campe

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Rezension

Eine Holocaust-Nachgeschichte. Aus der Sicht des Sohnes wird über das zweite Leben des Ungarn Miklos erzählt. Er hat Bergen-Belsen überlebt, findet Zuflucht in Schweden und bekommt die Diagnose, dass er nur noch höchstens sechs Monate  zu leben hat. Darauf reagiert er, indem er Briefe an junge Ungarinnen in Schweden schreibt, Holocaust-Überlebende wie er. Lilli gehört zu denen, die antworten. Über den Briefverkehr entsteht Liebe. Wostry spricht mit zart-transparentem Zungenschlag, in dem sich überschäumende Lebenslust gegen die Traumata des Erlebten stemmt. Glaubwürdig entwickelt er die Psychologie der Figuren aus einer warmen Seelen-Tiefe heraus. Viel Zeit wird der Annäherung von Miklos und Lilli gewidmet. Die Briefe lassen die wachsende Zuneigung zwischen den beiden schlüssig erscheinen. Auch, dass hier sowie später, als sie ein Paar geworden sind, die jeweiligen Erlebnisse im KZ konsequent ausgespart bleiben, wirkt glaubhaft. Und doch macht es auf die Dauer stutzig, dass der lichte Glanz über dieser Geschichte nie gebrochen wird. Dieser fragwürdige Moment ist aber der Erzählung geschuldet, nicht der stimmlich-stimmigen Interpretation von Axel Wostry.

(mms)

Kurzbeschreibung

"Wie viele haben geantwortet?" "Beinah zwanzig." "Willst du jeder von ihnen zurückschreiben?" "Sie ist die Richtige", antwortete Miklós. "Und woher weißt du das?" "Ich weiß es einfach." Im Juli 1945 wird Miklós, ein junger Ungar, nach Schweden gebracht. Er hat das KZ Bergen-Belsen überlebt, besteht nur noch aus Haut und Knochen, Zähne hat er auch keine mehr. Sein Arzt gibt ihm sechs Monate. Doch er hat andere Pläne. 117 junge Frauen aus Miklós' Heimatstadt haben wie er die Vernichtungslager überlebt und es nach Schweden in Erholungsheime geschafft. Jeder einzelnen von ihnen schreibt er einen Brief. Eine dieser Frauen wird er heiraten, das hat er sich fest vorgenommen. Hunderte Kilometer entfernt liest Lili seinen Brief und beschließt, ihm zu antworten. Brief um Brief verlieben sich die beiden ineinander. Im Dezember 1945 treffen sich Miklós und Lili zum ersten Mal. Sie haben nur drei Tage. Und lieben sich vom ersten Augenblick. Nun müssen sie nur noch einen Weg finden, wie sie heiraten können. Und Miklós darf nicht sterben.
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