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Schau heimwärts, Engel

Thomas Wolfe

Schau heimwärts, Engel

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Gelesen von Christian Brückner

Informationen: ungekürzte Lesung, 1728 Minuten, 29 €

Verlag: Parlando

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Rezension

Ein Familienroman und ein vergessener Klassiker der US-amerikanischen Literatur der 30er-Jahre. Von einem Autor namens Thomas Wolfe, der aber nichts mit dem Wolfe vom "Fegefeuer der Eitelkeiten" zu tun hat.

Man braucht einen langen Atem für diese Geschichte, in dessen Mittelpunkt der junge Eugen Gant und seine Aufstiegsträume aus den Niederungen einer amerikanischen Südstaatenfamilie stehen. Das liegt schon an der Hörzeit, die einen vollen Tag und noch einen ganzen Morgen umfasst. Das liegt auch an den Beschreibungen des Autors, der die Familienverwicklungen der Gants, die Alkoholexzesse des Vaters, die alles und jeden umklammernde Mutter und die Entwicklung des jüngsten Kindes, Eugene, in epischer Breite dokumentiert.

Altmeister Christian Brückner erzählt zurückgelehnt und für meinen Geschmack ein wenig zu gravitätisch. Andererseits verfügt er aber auch über die notwendige Stimmmacht, um über die lange Strecke die Spannung zu halten. Und immer wieder versöhnen ein farbenreicher Stil, dramatisch gestaltete Dialoge und Sprachbilder wie zum Anfassen ("seine großen Kirschbäume strotzten von schweren und klebrigen Kleinodien") für das Ausharren bei diesem monumentalen Entwicklungsroman aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.

(mms)

Kurzbeschreibung

"Home, sweet home" – wie nah ist die Familie Grant zuweilen ihrem Glück! Wenn sich die Kinderschar vollzählig an der üppig gedeckten Tafel einfindet, könnte das häusliche Leben kaum inniger sein. Doch der Schein trügt. Hinter den Ritualen der Zusammengehörigkeit lauern Missgunst, Überdruss, tiefe Entzweiung: hier der jähzornige Vater, ein Quartalssäufer; dort die Mutter, eine Krämerseele, die das familiäre Idyll ihrer unstillbaren Raffgier opfert. Mit fassungslosem Staunen werden wir Zeugen all den großen und kleinen Dramen des Grant’schen Familienalltags, der chronischen Zerwürfnisse zwischen den Eltern, aber auch der Hassliebe unter den Geschwistern. Thomas Wolfes Portrait einer Familie im permanenten Ausnahmezustand ist einer der vitalsten und faszinierendsten Romane über die Vereinigten Staaten, vielleicht der amerikanischste, der je geschrieben wurde. Aufs Exemplarische erwächst aus der drei Generationen überspannenden Familienchronik ein pralles Zeit- und Sittenbild der USA an der Schwelle zur Moderne, eine Erkundung prägender Mythen und Mentalitäten des Landes und ein Hymnus auf dessen nie versiegender Vitalität.
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